Der Umsatz der Bundesligavereine: Bayern die unangefochtene Nummer eins

Epoch Times13. February 2018 Aktualisiert: 13. Februar 2018 15:36
In der Fußballbundesliga herrscht seit Jahren Langeweile. Der FC Bayern München sichert sich seit der Saison 2012/2013 Jahr für Jahr die deutsche Meisterschaft und steuert auch in dieser Spielzeit konsequent …

In der Fußballbundesliga herrscht seit Jahren Langeweile. Der FC Bayern München sichert sich seit der Saison 2012/2013 Jahr für Jahr die deutsche Meisterschaft und steuert auch in dieser Spielzeit konsequent auf den sechsten Titelgewinn in Serie hin. Dies hat eine Menge mit hervorragendem Management, viel mit der Inkonstanz der anderen Mannschaften und nicht gerade wenig mit dem riesigen finanziellen Vorsprung des Klubs zu tun. Niemanden wird überraschen, dass der FC Bayern auch beim Umsatz die Nummer eins ist. Doch wer folgt auf den Plätzen dahinter? Ein Blick ins Umsatz-Ranking der Bundesligavereine 2016/2017 schafft Klarheit.

Bayern ist das Nonplusultra

Dass der FC Bayern München keinen Kredit umschulden und Geld sparen muss, ist bekannt. Der deutsche Rekordmeister ist finanziell gesund und erwirtschaftet seit über einem Jahrzehnt jährlich neue Umsatzrekorde. So auch in der zurückliegenden Saison 2016/2017, als der FC Bayern 640,5 Millionen Euro umsetzen konnte. Die Bayern spielen finanziell – und deshalb auch sportlich – in einer anderen Liga als der Rest. Zu diesem gehört Borussia Dortmund, das auf Rang zwei mit seinen 405,7 Millionen Euro bereits großen Rückstand, auf den Dritten Schalke 04 (256,1 Mio.) aber auch einen riesigen Vorsprung hat. Es folgen auf den Plätzen vier bis sechs der letztjährige Aufsteiger RB Leipzig, Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach. Diese Klubs liegen entweder knapp über oder unter der 200-Millionen-Euro-Marke. Über einen längeren Zeitraum betrachtet sind diese Vereine Dauergast im Europapokal, zumindest aber spielen sie um diese begehrten Tabellenplätze erfolgversprechend mit.

Traditionsreiches Mittelfeld – mit dem HSV

Nicht nur in der realen Tabelle der Fußballbundesliga tummeln sich zahlreiche Traditionsvereine im Mittelfeld. Auch beim Umsatz rangieren viele Klubs mit großer Vergangenheit im Niemandsland. Während bei Vereinen wie dem 1. FC Köln oder Hertha BSC (112,3 Mio. Euro) einiges in die richtige Richtung deutet, hechelt der ehrwürdige HSV den Triumphen der Vergangenheit hinterher. Dass viele Nordderbys immer aufregend und spannend waren, ist unbestritten. Seit einigen Jahren aber kämpfen der HSV und Werder Bremen regelmäßig gegen den Abstieg. Dass sie mit ihrem Umsatz im Mittelfeld auf den Rängen neun und zehn liegen (Bremen 123,5 Mio. Euro, Hamburg 122,1 Mio.), zeigt, dass das Geld nicht gut genug eingesetzt wird. Der VfL Wolfsburg mit geschätzten 190 Mio. auf Platz 7 und der 1. FC Köln auf Rang acht (129 Mio. Euro) waren auch sportlich in den vergangenen Jahren besser. Auf Platz zwölf liegt Hoffenheim mit 111 Mio. Euro Umsatz.

Schlusslicht Darmstadt 98, respektable Freiburger

Im „Abstiegskampf“ der Umsatz-Tabelle finden sich einige Klubs, die auch sportlich Jahr für Jahr ums Überleben kämpfen. Der FSV Mainz 05 rutscht immer mehr unten hinein, seit der langjährige Manager Christian Heidel auf Schalke arbeitet. Die 110,1 Millionen Euro Umsatz 2016/2017 bedeuten Rang 13. Auf Platz 14 und 15 folgen Eintracht Frankfurt (109,2 Mio) und der FC Augsburg (94,8 Mio). Mit 68,9 Mio. Euro belegt der FC Ingolstadt Rang 16 – tatsächlich stand der Abstieg als 17. am Saisonende. Auch Darmstadt stieg ab, was angesichts der gerade einmal 47,8 Mio. Euro Umsatz nicht verwundert. Dazwischen liegen die seriös arbeitenden Schwarzwälder vom SC Freiburg, die als 17. in der Umsatz-Tabelle fast von ganz unten grüßen. Dafür leisten die Breisgauer sportlich Grandioses, wie die Europapokal-Teilnahmen 2013 und 2017 belegen. Abstiege wie 2015 nimmt der SCF in Kauf, was nichts an der tollen Arbeit dort ändert. Diese 10 Tipps für erfolgreiches Management lassen sich auch aufs Führen eines Bundesligavereins übertragen. Der ein oder andere Klub könnte sicher noch etwas lernen. (red)

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