Wo Immobilien ergrünen

Sarah Beatty schuf Green Depot im Jahr 2005 mit der Idee grüne Produkte sowohl der Bauindustrie als auch dem Durchschnittsverbraucher nahe zu bringen. Der Laden in der New Yorker Innenstadt wurde im Februar dieses Jahres eröffnet und war trotz schwieriger wirtschaftlicher Zeiten ein durchschlagender Erfolg.

Eine Woche bevor Sarah Beatty ihr erstes Kind erwartete, sagte man ihr, in ihrer Wohnung könnte es Gift geben. Sie bezahlte 3.000 Dollar dafür, dass jemand kam, um ihr Haus auf Toxine zu untersuchen – und es glücklicherweise für bewohnbar erklärte. Fünf Jahre später, nachdem sie schon zwei Kinder hatte, schlug Beatty einen Weg ein, den sie sich niemals vorgestellt hätte.

„Ich sah meine Wohnumgebung früher nie aus gesundheitlicher Sicht“, sagte Sarah Beatty, und ergänzte, dass über giftbelastete Wohnungen viel zu wenig berichtet wird. Als ökologische Antwort Amerikas auf das Home Depot hilft die Gründerin von Green Depot bei den meisten Menschen ein grünes Bewusstsein zu entwickeln.
Einer Studie der Environmental Protection Agency (EPA – Umweltschutzbehörde der USA) zufolge ist die Luft in Wohnungen zwei bis fünf mal so stark belastet wie draußen. Die meisten Menschen verbringen 90 Prozent ihrer Zeit in ihrer Wohnung.
„Ich war einfach nur eine Mutter zuhause“, sagte Beatty. „Ich verdiene es zu wissen, was in den Gegenständen in meinem Haus ist. Sobald man es weiß, ist man auch dafür verantwortlich.“
Beatty schuf Green Depot im Jahr 2005 mit der Idee grüne Produkte sowohl der Bauindustrie als auch dem Durchschnittsverbraucher nahe zu bringen. Der Laden in der New Yorker Innenstadt wurde im Februar dieses Jahres eröffnet und war trotz schwieriger wirtschaftlicher Zeiten ein durchschlagender Erfolg.
Der grüne Ausbau
„Dieser wirtschaftliche Abschwung war das Beste für grün“, sagte Beatty. „Es ist gesunder Menschenverstand – Geld zu sparen bei den Heizkosten, und natürliche Lebensgrundlagen zu erhalten … es ist praktisch und bedeutet im Alltag bewusst zu leben.“Wenn Forschungen zu diesem Thema gemacht werden, hat Sarah Beatty etwas dazu zu sagen. In einem Anfang dieses Jahres veröffentlichten Forschungsbericht stand, siebzig Prozent der Verbraucher würden lieber ein grünes Zuhause in einem Massenmarkt kaufen.
In dem Bericht stand: „Es ist wahrscheinlich, dass grün den Hauptanteil des Weltmarktes und die kritische Masse erreichen wird. Grün zu bauen ist jetzt ein multinationales, weltweites Phänomen.“

Sarah Beatty, Gründerin von Green Depot. (Zur Verfügung gestellt von Sarah Beatty)
Sarah Beatty, Gründerin von Green Depot. (Zur Verfügung gestellt von Sarah Beatty)

Beatty meint: von allen Besitzern, die renovieren, auch um zu verkaufen, „wählen die Klugen eine grüne Nachrüstung, was zu einem wichtigen Verkaufsfaktor werden wird.“
Zur Zeit hilft Beatty dabei das Gesicht der Immobilienbranche zu verändern, indem sie sie auf grün trimmt. Sie sagte: „Wir erzielen die größte Wirkung, wenn wir dem Handelsgewerbe dienen.“ Sie verfolgt das Ziel Green Depot eine führende Position beim Bau, bei grünem Gebäudezubehör, bei Gutachten und bei Lösungen einnehmen zu lassen.
Eine Quelle der Inspiration ist für sie Van Jones, der Vorkämpfer des Green For All, eine Organisation in Amerika, die grün in die Wirtschaft einbringen und Menschen aus der Armut herausholen will.

Nachhaltige Optionen für Bodenbeläge umfassen Korkplatten als Alternativen zu Linoleum und Holz. Laut Personal ist Kork die meistverwendete Option für Öko-Bodenbeläge. Diese Art der Korkgewinnung ist für die Bäume unschädlich. Der Kork/Baumrinde wird vom Baum abgenommen und wächst innerhalb von neun Jahren nach. Das natürliche Linoleum wird aus Leinsamen, Holzzellstoff und Leinsamenöl hergestellt, wobei Pinienharz das Bindemittel ist. (Charlotte Cuthbertson/The Epoch Times)Nachhaltige Optionen für Bodenbeläge umfassen Korkplatten als Alternativen zu Linoleum und Holz. Laut Personal ist Kork die meistverwendete Option für Öko-Bodenbeläge. Diese Art der Korkgewinnung ist für die Bäume unschädlich. Der Kork/Baumrinde wird vom Baum abgenommen und wächst innerhalb von neun Jahren nach. Das natürliche Linoleum wird aus Leinsamen, Holzzellstoff und Leinsamenöl hergestellt, wobei Pinienharz das Bindemittel ist. (Charlotte Cuthbertson/The Epoch Times)

Sie sagte: „Van Jones inspiriert mich in großem Maß. Innovationen und Möglichkeiten gibt es an grünen Arbeitsplätzen und die Arbeitslosen finden nach einer Umschulung zu praktischen Jobs wieder Arbeit, um Amerika umzubauen.“

Sie hofft, dass das Programm der Leadership in Energy and Environmental Design (LEED – eine Art Bewertungssystem für ökologisches bauen) mit einer Verantwortung für den eingeführten Prozesses besser geregelt wird.
Das Thema Luftqualität
Nachdem die Gebäude gegen Witterungseinflüsse geschützt werden, können sich daher die Konzentrationen von Schadstoffen, die direkt in der Wohnung entstehen, erhöhen.
Obamas grüne Politik fördert den Schutz von Gebäuden gegen Witterungseinflüsse, wodurch die-
se aber auch luftundurchlässiger werden. Nach Angaben des US-Energieministeriums erbrachte landesweit jeder in den Schutz gegen Witterungseinflüsse investierte Dollar für die Energiebilanz einen Nutzen von 2,1 Dollar.
Der Nutzen aus dem Schutz gegen Witterungseinflüsse kann zu einem Dilemma zwischen Energieeffizienz und Luftqualität in der Wohnung werden.
„Wenn man seine Wohnung versiegelt, welche Toxine versiegelt man dann in seiner Wohnung?“ fragt Beatty. Sie fordert die Menschen auf ihre Wohnungen gründlich zu reinigen. „Minimieren Sie die chemische Belastung in ihrer Wohnung.“
Die Verwendung von giftigen Reinigern ersetzt ein Problem durch ein anderes chemisches Problem. Und sie meint, dass Makler Testgeräte zur Prüfung der Luftqualität bekommen sollten.
Das Filtersystem von Green Depot ist stringent und neue Produkte müssen streng getestet werden, bevor sie über den Ladentisch gehen.
Laut Beatty stellt der Filter einen Schutz gegen „grün waschen“ dar und ist ein internes Messinstrument zur Einhaltung von Standards. „Grün kann für Menschen sehr emotional werden, deshalb bedeutet der Filter, dass er einfach notwendig ist“, sagte sie.
Hersteller haben auf „grün umgestellt“, seit das Filtersystem eingeführt wurde – vor allem in der Holzindustrie und im Innenausbau.
Originalartikel (englisch): http://www.theepochtimes.com/n2/content/view/21687/

Erschienen in The Epoch Times Nr. 33/09