München – Linde trotzt der Krise: Der Industriegas-Hersteller hat Umsatz und operativen Gewinn im vergangenen Jahr erneut gesteigert. Der Konzernüberschuss fiel zwar wegen eines Sondereffekts nach der Übernahme des britischen Konkurrenten BOC auf 776 Millionen Euro, bereinigt lag er aber höher als im Vorjahr. „Wir haben unsere Ziele in vollem Umfang erreicht, obwohl auch wir die Auswirkungen der weltweiten Rezession zum Jahresende gespürt haben“, sagte Vorstandschef Wolfgang Reitzle am Dienstag in München.
Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 12,66 Milliarden Euro. Das operatives Ergebnis legte um 5,4 Prozent auf 2,555 Milliarden Euro zu. Dank der Konzentration auf Gase und Anlagenbau und die globale Aufstellung habe Linde die Wirtschaftskrise besser abfedern können, erklärte Reitzle. Neben Auto- und Stahlindustrie sind auch weniger konjunkturabhängige Branchen wie Getränkeindustrie oder Medizintechnik Kunden von Linde.
Das Ergebnis vor Steuern, sank, im Vergleich zum Vorjahr zwar von 1,38 auf 1,0 Milliarden Euro. Allerdings hatte Linde damals einen Sondererlös von 600 Millionen Euro aus dem kartellrechtlich vorgeschrieben Verkauf von BOC-Unternehmensteilen erzielt. Der Jahresüberschuss 2008 sank entsprechend um ein Viertel von 996 auf 776 Millionen Euro.
Die Dividende soll von 1,70 auf 1,80 Euro erhöht werden. Die Anleger reagierten positiv, die Aktie legte bis Dienstagnachmittag drei Prozent zu und war damit Spitzenreiter im Deutschen Aktienindex DAX. Zur Entwicklung in den einzelnen Unternehmensbereichen und zum Ausblick will sich Reitzle am auf der Bilanzpressekonferenz am 16. März äußern.
http://www.linde.com (AP)
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