Trends – Lotosblumen: Sinnbild für Reinheit im eigenen Garten – Nancy McDonnell
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Lotosblumen kultivieren Lotosblumen: Sinnbild für Reinheit im eigenen Garten

Nancy McDonnell

28.06.2012

Die Lotosblume. Foto: Tang Chhin Sothy / AFP / Getty Images
Die Lotosblume.

Foto: Tang Chhin Sothy / AFP / Getty Images

 

Durch ihre Fähigkeit, Schmutz von sich zu weisen, wurde die Lotosblume in weiten Teilen Asiens zum Sinnbild für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung. In China steht ihre Symbolik aufgrund der Lautgleichheit auch für Liebe und harmonische eheliche Verbundenheit, ein Sinnbild also für eine gute Ehe.

Lange glaubte man, dass Lotosblumen in unserem Klima in Europa nicht gedeihen könnten, doch hat sich dieser Irrtum inzwischen längst gelegt. Die Ansprüche der Lotosblumen unterscheiden sich kaum von denen der winterharten Seerosen. Egal ob die asiatische oder die amerikanische Sorte, wenn sie im Winter mindestens 30 Zentimeter Wasser über und 30 Zentimeter Erde unter den Wurzeln bekommen, dann sollte das Rhizom (meist unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsendes Sprossachsensystem) nicht durchfrieren.

Die Lotosblume zählt warme Stunden

Allerdings werden wegen der wechselhaften Temperaturen im Sommer hierzulande die Lotosblumen eher in Kübeln als in Teichen kultiviert. Um zu erblühen, brauchen Lotosblumen eine bestimmte Anzahl Stunden mit Wassertemperaturen über 20°C. Diese müssen aber nicht zusammenhängend sein, denn das kuriose ist, die Lotosblume merkt sich die Stunden mit passenden Temperaturen. Hat sie die benötigte Anzahl erreicht, dann blüht sie auf. In einem Kübel kann die Lotosblume die benötigten Wärmemengen schneller sammeln, da sich das Wasser darin schneller erwärmt als in einem Teich. Zum Überwintern stellt man die Kübel einfach in einen kalten und dunklen Raum und kann die Rhizome somit ebenfalls vor dem Erfrieren schützen.

Um gut zu gedeihen, brauchen Lotosblumen viel Nahrung, Wärme und Sauberkeit. Auch wenn sie im Schlamm wachsen, muss das Wasser dennoch sauber sein. Die ideale Wassertemperatur liegt zwischen 20° und 30° Celsius. Außerdem braucht man genügend Dünger, am besten mineralischen Langzeitdünger. Diesen gibt es in Perlen-, Kegel- oder Tablettenform und er gibt die Nährstoffe je nach Bedarf der Pflanze ab, sodass nicht überdosiert werden kann. Keinen organischen Dünger verwenden, denn er kann zu Fäulnisprozessen führen.

Hungrige Pflanzen

Als Pflanzerde nimmt man am besten normale Gartenerde mit etwas Lehm. Diese findet man unter der Grasnarbe oder in Maulwurfshügeln. Bitte keinen Torf, Kompost oder Rindenmulch verwenden, das kann wiederum zur Fäulnis führen. Da Lotosblumen extrem hungrig sind, muss die Erde vorgedüngt werden.

 

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