Aktuelle Nachrichten – Medizin
16.04.2009
London – Eine hohe Luftverschmutzung hemmt das Wachstum des Babys im Mutterleib. Vor allem Verkehrsabgase schädigen einer US-Studie zufolge den Fötus. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt demnach in der frühen und in der späten Phase der Schwangerschaft.
Die Resultate beruhen auf den Daten von 336.000 Einlingsgeburten. Diese verglichen die Forscher der Universität von New Jersey mit den Werten zur Luftqualität, die während der Schwangerschaft im Umkreis von zehn Kilometern um den Wohnort der Mütter gemessen wurden.
Steigende Feinstaubwerte vor allem im ersten und dritten Trimester erhöhten das Risiko für ein geringes Geburtsgewicht. Auch hohe Konzentrationen von Stickstoffdioxid steigerten die Gefährdung. Diese Stoffe entstehen insbesondere im Straßenverkehr. Andere Einflussfaktoren wie etwa Alter der Mutter, Ausbildung, Einkommen, Ethnizität oder Tabakkonsum wurden bei der Auswertung berücksichtigt.
Auf welchem Weg die Schadstoffe das Wachstum hemmen, ist nicht geklärt. Die Forscher vermuten im „Journal of Epidemiology and Community Health“, dass sie entweder die Zellaktivität beeinflussen oder die Sauerstoff- und Nähstoffaufnahme des Fetus schmälern.
(Quelle: „Journal of Epidemiology and Community Health“, Online-Vorabveröffentlichung) (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Studie: Feinstaubbelastung erhöht Risiko für Insulinresistenz im Kindesalter
(13.05.2013)
Luftverschmutzung schädigt Herz-Kreislauf-System
(31.08.2008)
Schwindelgefühle sind weit verbreitet
(23.02.2008)
Pampelmusen-Stoff hemmt Hepatitis-C-Virus
(22.02.2008)
Nordeuropäer sterben eher an Schlaganfall und Herzleiden
(22.02.2008)
Rote Beete senkt Bluthochdruck deutlich
(22.02.2008)
Experten erwarten Birkenpollen-Invasion im Frühling
(21.02.2008)