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MAN-Korruptionsprozess: Zeuge berichtet über Schmiergeldpraxis

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17.08.2012

Weinmann hatte beim Prozessauftakt in einer umfassenden Erklärung die Vorwürfe zurückgewiesen Foto: ddp images / dapd/dapd
Weinmann hatte beim Prozessauftakt in einer umfassenden Erklärung die Vorwürfe zurückgewiesen

Foto: ddp images / dapd/dapd

München – Im Schmiergeldprozess gegen den früheren MAN-Vorstand Anton Weinmann hat ein Zeuge über die damalige Korruptionspraxis im Konzern berichtet. Der frühere Revisor des Lastwagen- und Busherstellers bestätigte am Freitagmorgen vor dem Landgericht München, dass es über Jahre Schmiergeldzahlungen in verschiedene Länder gab, um den Verkauf von Nutzfahrzeugen anzukurbeln.

Zu den Vorwürfen gegen Weinmann, er habe Korruption in Slowenien und Belgien geduldet, äußerte sich der Zeuge zunächst nicht. Das Gericht legte ihm einen Aktenvermerk aus dem Jahr 2006 vor, auf der wörtlich von "Schmiergeldzahlungen" die Rede war. In einem Entwurf für einen Bericht zu demselben Sachverhalt hieß es dann "inoffizielle Provisionen". Der Zeuge, der an den Papieren mitgewirkt hatte, konnte nicht sagen, ob der Angeklagte diese Unterlagen bekommen habe. Diese Papiere sind zentrale Quellen für die Anklage. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Weinmann sie erhalten hatte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren Konzernvorstand und Chef der MAN-Nutzfahrzeugsparte vor, von Schmiergeldzahlungen in Höhe von 1,9 Millionen Euro gewusst und gebilligt zu haben. Weinmann hatte beim Prozessauftakt am Donnerstag in einer umfassenden Erklärung die Vorwürfe zurückgewiesen.

dapd

 

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