Foto: ddp/Sven Karsten
Nienburg – Ein in der Weser entdeckter Toter ist Opfer eines Gewaltverbrechens. Der 49-Jährigen war am 11. September in seiner Wohnung von zwei Bekannten im Streit bewusstlos geschlagen worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten. Anschließend transportierten die beiden ihn per Fahrradanhänger quer durch die Stadt zu einem Schiffsanleger an der Weser und warfen ihn ins Wasser. Der Mann ertrank.
Vier Tage nach der Tat entdeckte ein Angler die im Fluss treibende Leiche. Eine Obduktion ergab, dass die Verletzungen am Toten nicht ausschließlich aus einem Sturz resultieren konnten. Die Ermittlungen richten sich schließlich gegen die beiden 35- und 44-jährige Nienburger. Der Ältere legte ein Geständnis ab.
Gegen die beiden Tatverdächtigen wird wegen Mordes ermittelt, das Amtsgericht Verden erließ Haftbefehl. Sie sollen den Bekannten getötet haben, um die vorher begangenen Körperverletzungen zu verdecken. Die beiden Männer, die bereits früher polizeilich in Erscheinung getreten waren, sitzen in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg.
dapd
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