Foto: Axel Schmidt/dapd
Berlin – "Fußball ist ein Teamsport und am Ende ist es egal, wer die Tore schießt", sagte Marco Reus von Borussia Mönchengladbach bescheiden nach seiner Gala beim 2:1 (1:1)-Erfolg bei Hertha BSC. Beide Treffer hatte der 22 Jahre alte Stürmer erzielt, beim ersten wurde er glänzend von seinem Mitspieler Patrick Herrmann bedient, beim zweiten hämmerte er einen schwierig zu nehmenden Abpraller Volley ins Tor. Reus ist zurzeit in bestechender Form. Gegen Hertha BSC erzielte er bereits seinen dritten Doppelpack in dieser Saison.
Dem gebürtigen Dortmunder wurde noch vor einem Monat vorgehalten, er nutze seine Torchancen nicht. Dass er offenbar einen Wandel zum Torjäger vollzieht, führt Bundestrainer Joachim Löw auf eine innere Befreiung zurück. "Ich freue mich, dass er endlich die Hürde übersprungen und sein Debüt in der Nationalelf gegeben hat. Er hat sehr gelitten, es hat ihn sehr getroffen, dass er so oft absagen musste. Lucien Favre sagte mir, dass er sehr verzweifelt war", sagte Löw am Sonntag über Reus, der Anfang Oktober in der Türkei und gegen Belgien zu Kurzeinsätzen kam und in den anstehenden Tests in der Ukraine und die Niederlande einmal von Beginn an spielen könnte.
"Mit seiner Schnelligkeit und seiner Ballgewandtheit ist es fast unmöglich, ihn zu stoppen", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. Von daher verwundert es nicht, dass Reus mit seinen starken Leistungen Begehrlichkeiten weckt. Angeblich soll er eine Ausstiegsklausel für 18 Millionen Euro in seinem bis 2015 laufenden Vertrag stehen haben. Der FC Bayern hat schon unverhohlen Interesse an einer Verpflichtung geäußert.
"Ich denke, Marco wird auch in der Zukunft ein Spieler von Gladbach sein", sagte Favre nach dem Sieg bei seinem ehemaligen Klub und ergänzte: "Er hat noch zu lernen." Auf die Frage, was er ihm denn noch beibringen könne, kam der Schweizer Coach allerdings ins Stocken. "Details", fiel ihm schließlich ein. (dapd)
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