Washington – Neue Erkenntnisse zu möglichen Lebensformen auf dem Mars erhoffen sich Wissenschaftler von der Sonde „Phoenix“, die im August ihre Reise zu dem Planeten beginnen soll. Dabei sollten auch neue Theorien über die Entstehung von Leben unter extremen klimatischen Bedingungen überprüft werden, erklärte am Sonntag der NASA-Astrobiologe Chris McKay auf einer Konferenz der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft (AAS) in Seattle.
Für rege Diskussion sorgte ein Beitrag des Forschers Dirk Schulze-Makuch, der es für möglich hält, dass bei der Auswertung von Proben der Marssonde „Viking“ in den Jahren 1976/77 Hinweise auf fremde Mikroben übersehen wurden. Die Wissenschaftler hätten damals nur auf Lebensformen geachtet, die denen der Erde ähnlich seien, sagte Schulze-Makuch. Möglicherweise habe es aber Lebensformen auf der Basis einer Mischung von Wasser und Wasserstoffperoxid gegeben, erklärte der Wissenschaftler. Eine solche Flüssigkeit gefriere nicht bei Temperaturen bis minus 55 Grad und zerstöre selbst beim Gefrieren keine Zellen. Er könne die Existenz von Mars-Mikroben zwar nicht beweisen, halte diese Theore aber für durchaus schlüssig, sagte Schulze-Makuch.
Möglicherweise sei man bisher bei der Suche nach extraterrestrischem Leben zu erdzentriert vorgegangen, sagte auch Katherine Freeman von der Penn State University. Die Wissenschaftler stünden vor dem Problem, „dass man nur das findet, wonach man sucht“.
http://www.aas.org/
http://mars.jpl.nasa.gov/missions/future/phoenix.html
(AP)
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