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Für 2010 Vorjahresniveau erwartet Maschinenbauaufträge brechen zum elften Mal ein

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30.09.2009

ARCHIV - Maschinenbauer arbeiten an einem Schiffsmotor bei der Firma Caterpillar in Friedrichsort bei Kiel. Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im August 2009 um 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. (AP Photo/Heribert Proepper)
ARCHIV - Maschinenbauer arbeiten an einem Schiffsmotor bei der Firma Caterpillar in Friedrichsort bei Kiel. Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im August 2009 um 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. (AP Photo/Heribert Proepper)

Frankfurt/Main – Der deutsche Maschinenbau hat seine schwerste Krise seit fast 60 Jahren noch nicht überwunden. Im August sackte der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresmonat zum elften Mal in Folge ab, der Branchenverband VDMA registrierte ein Minus von 43 Prozent. Dennoch sehen die Maschinen- und Anlagenbauer die Talsohle erreicht, wie ihr Konjunkturexperte Olaf Wortmann am Mittwoch sagte.

VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers erklärte: „Auch wenn die Vorjahresveränderungsraten für den Bestelleingang im August mit einem Minus von 43 Prozent diesen Eindruck nur schwer vermitteln können – im Kurvenverlauf kristallisiert sich doch allmählich heraus, dass die Talsohle beim Auftragseingang endlich erreicht sein dürfte.“

Wortmann betonte gegenüber AP aber auch, ein Erreichen der Talsohle bedeute nicht, dass es schon wieder bergauf gehe. Seit Oktober 2008 brechen der deutschen Boombranche nun schon die Aufträge weg. Am heftigsten fiel das Minus im April mit einem Rückgang um 58 Prozent aus. Der geringste Einbruch war im Oktober mit minus 16 Prozent erreicht worden. Im Juni ging es 46 Prozent abwärts, im Juli und jetzt im August um 43 Prozent.

Großes Wachstum nicht so schnell erwartet

Bemerkbar macht sie die Krise auch bei den Arbeitsplätzen: Laut Wortmann gingen seit Jahresanfang rund 24.000 Jobs in der Branche verloren. „Unsere Prognose, wonach im Laufe dieses Jahres wahrscheinlich rund 60.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, ist weiter gültig“, betonte der Konjunkturfachmann. Dies hänge auch damit zusammen, dass Beschäftigungspuffer wie Kurz- und Zeitarbeit nahezu aufgebraucht seien. Allein im Juni 2009 habe es in der Branche rund 241.000 Kurzarbeiter gegeben.

Das Auftragsminus im August wurde sowohl durch weniger Inlandsorder (minus 45 Prozent) als auch eine geringere Auslandsnachfrage (minus 41 Prozent) bestimmt. Bis die wichtige Exportbranche zu einstigen Wachstumsraten zurückkehrt, dürfte noch einige Zeit vergehen. So rechnet der VDMA für dieses Jahr mit einem Rückgang der Produktion um 20 Prozent. Das entspräche dem stärksten Rückgang seit Erhebung der Statistiken im Jahr 1950, wie Wortmann betonte. Für 2010 erwartet die Branche in etwa das Vorjahresniveau. (AP)

 

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