Aktuelle Nachrichten – Europa
21.07.2009
Zürich – Das Matterhorn steht bei der Wahl als eines der „neuen sieben Naturwunder“ im Final. Dies gab der früheren UNESCO-Direktor Federico Mayor, Präsident der Fachjury der Organisation new7wonders am Dienstag in Zürich bekannt. Neben dem markanten Berg wählte die Jury 27 weitere Orte aus den 77 Halbfinalisten für den Final aus.
Unter den 28 Finalisten befinden sich neben Gewässern wie der Amazonas in Südamerika, dem Toten Meer im Nahen Osten und dem Grand Canyon in den USA auch das Great Barrier Reef in Ozeanien, die Malediven, die Galapagos Inseln, der Kilimandscharo, die Iguazu-Wasserfälle. Neben dem Matterhorn wurden aus Europa auch der Schwarzwald, der Vesuv, die Cliffs of Moher in Irland sowie die Masurische Seenplatte in Polen ausgewählt. Bis 2011 sollen Menschen aus aller Welt in einer öffentlichen Abstimmungsrunde im Internet, über Telefon oder per SMS die sieben Gewinner wählen.
Die vom Schweizer Abenteurer Bernard Weber ins Leben gerufene Initiative „New 7 Wonders of Nature“ sammelte seit 2007 über das Internet zunächst 441 Nominierungen. Die Stiftung wählte daraus den Spitzenreiter aus jedem einzelnen Land aus. Weitere Nominierungen kamen durch Stätten hinzu, die in mehreren Ländern liegen, so der Obere See zwischen den USA und Kanada oder das Matterhorn zwischen der Schweiz und Italien. Interessierte aus aller Welt legten danach bis zum vergangenen 7. Juli in einer weiteren Abstimmungsrunde die 77 Halbfinalisten fest. Aus der Schweiz war neben dem Matterhorn auch der Aletschgletscher nominiert worden. Letzterer verpasst nun jedoch den Einzug in den Final der letzten 28. Der Monte San Giorgio war bereits in der ersten Phase ausgeschieden.
2007 kürte die Organisation in Anlehnung an die sieben Weltwunder der Antike bereits sieben „neue Weltwunder“. Auf die Liste der bemerkenswerten Bauwerke der Menschen schafften es die Chinesische Mauer, die Felsenstadt Petra in Jordanien, die peruanischen Inka-Ruinen Machu Picchu, das Kolosseum in Rom, das Grabmal Tadsch Mahal in Indien, die Christus-Statue in Rio und die Ruinenstätte Chichen Itza auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan.
Als ihr Ziel nennt Webers Stiftung die Förderung der kulturellen Vielfalt. Einnahmen aus der Vermarktung der Initiative sollen dem Erhalt von Kultur- und Naturdenkmälern zugute kommen.
http://www.new7wonders.com/ (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Rekordverdächtiger Stau am Gotthard
(19.07.2009)
Fluchtpunkt Askona: Träumen am Lago Maggiore
(15.07.2009)
Rückkehr der Luchse in deutschen Alpen erwartet
(11.07.2009)