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Max Raabe will alte Schlager in den USA populär machen

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24.11.2005

Max Raabe singt am 3. Dez. 2003 in Berlin während eines Presse-Fototermins mit dem Palastorchester. Der Künstler wird am Freitag, 25. Nov. 2005, beim Bundespresseball in Berlin auftreten. Raabe sagte, er erwarte eine grossartige Stimmung. "Alle, die da sind, haben ja eine wilde Zeit hinter sich." (AP Photo/Franka Bruns)
Max Raabe singt am 3. Dez. 2003 in Berlin während eines Presse-Fototermins mit dem Palastorchester. Der Künstler wird am Freitag, 25. Nov. 2005, beim Bundespresseball in Berlin auftreten. Raabe sagte, er erwarte eine grossartige Stimmung. "Alle, die da sind, haben ja eine wilde Zeit hinter sich." (AP Photo/Franka Bruns)

Berlin -  Der Sänger Max Raabe will mit seinem Palastorchester nun auch in den USA Fuß fassen und die Schlager der Weimarer Republik populär machen. Am 30. November tritt er mit seinem 12-köpfigen Ensemble erstmals in New York auf und dann noch in der renommierten Carnegie Hall, wie der 42-Jährige der AP am Donnerstag sagte. «Es ist in gewisser Weise ein Karrierehöhepunkt. Wir sind schon ausverkauft.»Anfang der 90er Jahre feierten Raabe und sein Orchester den Durchbruch mit Liedern wie «Kein Schwein ruft mich an». Zu seinen Markenzeichen zählen die Pomade im Haar, die knarrende Stimme und das perfekte Outfit der Goldenen Zwanziger. Raabe singt nicht nur die Originale der damaligen Zeit, sondern kleidet auch zeitgenössische Texte, oft mit viel Ironie, in das alte Gewand oder verfremdet aktuelle Melodien.

Letztes Jahr sei er mit seinem Orchester bereits in Atlanta und Los Angeles gefeiert worden. «New York ist sozusagen der Gipfel, denn das ist schon eine Stadt, die einen Mythos verkörpert. Und dann noch in der Carnegie Hall, das ist schon etwas, was sehr schön ist, um nicht zu sagen, das ist das Beste, was man sich vorstellen kann», sagte Raabe.

Geplant sei ein Programm mit zur Hälfte deutschen und zur Hälfte internationalen Titeln. Sein Orchester habe einen ganz eigenen Stil. «Da gibt es etwas, was eben auf angenehme Weise typisch deutsch ist. Es ist etwas, womit keiner auf der Welt rechnet: diese leise Ironie und dieser tatsächlich etwas verschrobene Humor», erklärte er sein Erfolgsrezept.

Die ganze Erscheinung auf der Bühne - mit der Kleidung und dem Benehmen - das sei für das Publikum schon ein bisschen wie eine Marslandung, weil es einfach sehr fremd wirke. «Andererseits bedienen wir das Klischee, das man von so einem Orchester hat, das die Musik der Weimarer Republik widerspiegelt», sagte der Sänger. (AP)


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