Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
11.05.2009
München – Der Korruptionsverdacht gegen den Lastwagenhersteller MAN hat sich ausgeweitet. Gegen weit mehr als 100 Beschuldigte wird ermittelt, zwei Verdächtige wurden verhaftet, wie die Münchner Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.
Es bestehe der Verdacht, dass Verkäufer in den MAN-Niederlassungen Schmiergeld an Mitarbeiter von Lkw-Kunden gezahlt hätten. Im Ausland sei Bestechungsgeld offenbar auch über Briefkastenfirmen von London bis in die Karibik geflossen. Die Ermittlungen beträfen den Zeitraum 2002 bis heute. „Gegenwärtige Vorstandsmitglieder“ der Nutzfahrzeug-Sparte seien nicht betroffen. Einer der beiden Haftbefehle sei außer Vollzug gesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft ließ seit vergangenen Dienstag die Konzernzentrale, MAN-Niederlassungen in allen Bundesländern außer Bremen sowie sieben Wohnungen von MAN-Mitarbeitern und Zahlungsempfängern durchsuchen. Den Beschuldigten wird Bestechung, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung vorgeworfen. (AP)
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