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Königsstadt Meknès Mehr als 40 Tote bei Minarett-Einsturz in Marokko

Hassan Alaoui

21.02.2010

Foto: AP Photo/Abedljalil Bounhar

Foto: AP Photo/Abedljalil Bounhar

Rabat (apn) Beim Einsturz eines Minaretts in der marokkanischen Stadt Meknès sind mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Die Gläubigen wurden während des Freitagsgebets in der voll besetzten Moschee Bab Berdieyinne von den Trümmern erschlagen. Mindestens 75 Menschen wurden verletzt, wie die amtliche marokkanische Nachrichtenagentur MAP meldete. Nach Angaben des Innenministeriums gehen die Behörden davon aus, dass heftiger Regen das Jahrhunderte alte Bauwerk instabil gemacht hatte. Die Moschee in der Altstadt von Meknès wurde beim Einsturz des Minaretts weitgehend zerstört.

In den Trümmern der Moschee waren am Samstag noch zahlreiche Schuhe zu sehen, die die Gläubigen vor dem Freitagsgebet ausgezogen und bei ihrer panischen Flucht offenbar stehen gelassen hatten. Die Rettungsarbeiten wurden durch die schwierigen Verkehrsbedingungen in der Altstadt erschwert: Die zum Weltkulturerbe gehörende Medina besteht aus einem Labyrinth enger, gewundener Gässchen.

König Mohammed VI. ordnete am Tag nach dem Einsturz eine Überprüfung aller historischen Moscheen in Marokko an. Er kündigte zudem den Wiederaufbau der Bab-Berdieyinne-Moschee an, die vor rund 300 Jahren unter Sultan Moulay Ismail errichtet worden war. Damals war Meknès die Hauptstadt Marokkos. Meknès, rund 120 Kilometer östlich von Rabat, ist eine der vier marokkanischen Königsstädte. (AP)

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