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Mehr Geburten in Deutschland

DAPD

11.12.2007

Von Januar bis September diesen Jahres kamen nach vorläufigen Berechnungen fast 5.000 Babys mehr zur Welt als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.  (AP Photo/Michael Sohn)
Von Januar bis September diesen Jahres kamen nach vorläufigen Berechnungen fast 5.000 Babys mehr zur Welt als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. (AP Photo/Michael Sohn)

Wiesbaden/Berlin – Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist die Zahl der Geburten in Deutschland wieder gestiegen: Von Januar bis September kamen nach vorläufigen Berechnungen fast 5.000 Babys mehr zur Welt als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das entspricht einem Zuwachs um etwa ein Prozent. Das Bundesfamilienministerium begrüßte die Entwicklung. Die Hoffnung sei groß, „dass der Trend sich fortsetzt“, sagte ein Sprecher von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem „Tagesspiegel“.

Er äußerte sich erfreut, „dass offensichtlich junge Familien wieder den Mut haben, mehr Kinder zu bekommen“. Die Vorsitzende des Bundestags-Familienausschusses, Kerstin Griese (SPD), wertete die zahlen als „Signal, dass unsere Familienpolitik anfängt, sich positiv auszuwirken“. Sie verwies im selben Blatt vor allem auf das seit Anfang des Jahres gezahlte Elterngeld und mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten.

Bereits zuvor war das Berliner IGES Institut für Gesundheits- und Sozialforschung zu dem Schluss gekommen, dass das Elterngeld offensichtlich zum Kinderkriegen animiert und den Geburtenrückgang gebremst hat.

Laut Statistischem Bundesamt kamen von Januar bis September insgesamt 514.152 Mädchen und Jungen zur Welt. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa ein Prozent. Zuvor waren die Geburtenzahlen seit 1997 stetig gesunken. Vergangenes Jahr wurden mit 673.000 Kindern rund 123.000 Babys weniger geboren worden als noch 1996.

In den vergangenen 17 Jahren legten die Geburtenzahlen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nur drei Mal zu: 1990 um 2,9 Prozent, 1996 um 4,0 Prozent und 1997 um 2,0 Prozent. Den dramatischsten Geburtenrückgang in diesem Zeitraum gab es 1991. Damals verringerte sich die Zahl der Geburten um 8,4 Prozent. Dieser Rückgang sei zum Teil auf einen deutlichen Geburteneinbruch in Ostdeutschland zurückzuführen, erklärte das Statistische Bundesamt. Die Zahl der Geburten sei damals in Folge der politischen Umwälzungen in Ostdeutschland stark gesunken. (AP)

 

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