Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
13.02.2007
Berlin – Jüngere Menschen sind häufiger als bislang bekannt von Schlaganfällen betroffen. Dennoch bleibt die Ursache bei mindestens einem Viertel der Patienten, die zwischen 18 und 55 Jahre alt sind, unklar, wie es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Universität Rostock heißt. Neueste Untersuchungen hätten gezeigt, dass ein Teil der Betroffenen an der erblichen Stoffwechselkrankheit Morbus Fabry leide.
Als Folge der Erkrankung lagern sich Fettsubstanzen im Gewebe ab und schädigen wichtige Organe wie Gehirn, Herz, Nieren und Augen. Die typischen Symptome reichen von Schmerzen in den Händen und Füßen bis hin zu Nierenversagen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Gerade junge Schlaganfallpatienten müssten auf Morbus Fabry untersucht werden, forderte der Neurologe Arndt Rolfs als Leiter der internationalen Studie. Die Untersuchung SIFAP an 30 internationalen Forschungszentren soll jetzt gesicherte Aussagen über die Stoffwechselkrankheit ermöglichen und helfen, die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern.
Besonders schwerwiegend ist der Studie zufolge, dass Morbus Fabry kaum bekannt ist und die Krankheit von Ärzten oftmals nicht erkannt wird. Die klinischen Symptome würden meist falsch interpretiert. So hätten die Patienten im Durchschnitt einen Diagnosemarathon von zehn Jahren hin sich, bis die Krankheit richtig erkannt wird.
http://master.med.uni-rostock.de/
(AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Psychische Probleme schränken jeden Vierten im Job ein
(23.10.2012)
Frühe Aids-Therapie schützt Partner vor Ansteckung
(28.05.2011)
Jedes vierte Kind ist psychisch auffällig
(12.08.2010)
Väter bemerken seltener als Mütter Krankheiten ihrer Kinder
(18.02.2010)
Viele Schlaganfälle in Umgebung von Fastfood-Restaurants
(23.02.2009)
Geschwister von Schlaganfall-Patienten haben selbst erhöhtes Risiko
(23.05.2007)
Deutsche greifen laut Studie seltener zu Tabletten und Tropfen
(21.02.2007)