Aktuelle Nachrichten – Deutschland
18.12.2010
Frankfurt/Main – Die Bundesvorsitzende von Pro Familia, Daphne Hahn, will die Rechte von Kindern und Jugendlichen stärken, um sexuellem Missbrauch in Kindergärten, Schulen und kirchlichen Einrichtungen vorzubeugen. "Starke Kinder sind weniger anfällig für sexuelle Gewalt. Immer ist es besser dort anzusetzen, wo Kinder in ihren Rechten bestärkt werden", sagte Hahn der "Frankfurter Rundschau" (Samstagausgabe). Das Pro Familia-Projekt "Ziggy zeigt Zähne" etwa bestärke Grundschulkinder in Brandenburg, Nein zu sagen oder sich Unterstützung zu suchen, wenn etwas passiert, was sie nicht wollen.
Internate, Kitas und kirchliche Einrichtungen sollten Beschwerdestellen für Kinder einrichten, damit Betroffene "sich trauen, Vorfälle sofort anzuzeigen". Auch die stärkere Vernetzung von Schulen, Jugendämtern und Beratungsstellen sei wichtig, damit "alle immer wissen, wer der richtige Ansprechpartner ist".
Aber auch Pädagogen "brauchen mehr Hilfestellung, wie sie bei Kindern Anzeichen für sexuellen Missbrauch erkennen können". Häufig seien Erzieher in solchen Situationen überfordert.
dapd/dik (dapd)
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