Aktuelle Nachrichten Europa – Mehrere Pässe wegen Schneefalls gesperrt – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Europa

Schneefälle Mehrere Pässe wegen Schneefalls gesperrt

DAPD

29.10.2008

Zürich/Bern – Teils intensive Schneefälle haben am Mittwoch zur Sperrung mehrerer Alpenpässe geführt. Auf zahlreichen Pässen galt zudem das Kettenobligatorium. Auch bis in tiefe Lagen fielen Schneeflocken. Besonders stark waren die Niederschläge am Alpenhauptkamm und auf der Alpensüdseite.

Am Mittwochmorgen wurden die Pässe Furka, Oberalp und Klausen wegen der Schneefälle geschlossen. Vorübergehend wurden wegen prekärer Verhältnisse auch die Alpenübergänge Gotthard, San Bernardino, Splügen, Grimsel, Lukmanier und Nufenen gesperrt. Zudem waren zahlreiche Pässe nur mit Schneeketten befahrbar. Die Passsperrung am Oberalp hatte zur Folge, dass auch die wegen Umbauarbeiten eingesetzten Ersatzbusse der Matterhorn Gotthard Bahn zwischen Andermatt und Sedrun ausfielen. Reisende in die Surselva mussten über Chur fahren. Zudem waren die Zufahrten zum San-Bernardino-Tunnel in Hinterrhein und zu den Verladestationen an der Furka in Realp und am Oberalp in Andermatt sowie die Autobahn A2 zwischen Wassen und Göschenen teilweise schneebedeckt. Bereits früher war die Wintersperre am Grossen St. Bernhard, Pragel und Susten anberaumt worden.

Die stärksten Niederschläge fielen laut MeteoSchweiz am Alpenhauptkamm und auf der Alpensüdseite. Innerhalb von zwei Tagen wurden im Süden bis 140 Liter pro Quadratmeter in Form von Regen oder Schnee gemessen. Die Schneefallgrenze variierte stark. Punktuell schneite es sogar bis auf 400 Meter herunter, wie Meteorologe Daniel Gerstgrasser sagte. So etwa im Baselbiet; aber auch in Alpentälern wie dem Urner Reusstal oder dem Glarnerland fielen Flocken. Am Mittwoch und in der Nacht auf Donnerstag erwarteten die Meteorologen weitere zum Teil intensive Niederschläge. Dann sollte sich die Lage langsam beruhigen. Während Gerstgrasser aber im Norden mit Föhneinfluss mit einem Temperaturanstieg rechnete, prognostizierte er dem Süden bereits neue Niederschläge. (AP)

 

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