Peking – Der chinesische Vizepräsident Zeng Qinghong und zwei weitere ranghohe Regierungsmitglieder sind am Sonntag von ihren Ämtern zurückgetreten. Der Kongress der chinesischen KP wählte Zeng, Wu Guanzheng und Luo Gan auch nicht ins neue Zentralkomitee, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Damit können sie auch nicht wieder in den Ständigen Ausschuss des Politbüros gewählt werden, dem engsten Führungszirkel der Partei. Nach dem Tod eines weiteren Mitglieds im Sommer sind dort nun mindestens vier der neun Positionen offen. Das Zentralkomitee wird am Montag über die Zusammensetzung des Ständigen Ausschusses entscheiden.
Außerdem traten am Sonntag Vizeministerpräsidentin Wu Yi, die einzige Frau im Politbüro, und Verteidigungsminister Cao Gangchuan zurück. Insbesondere den Rücktritt von Vizepräsident Zeng werteten Beobachter als Sieg für Präsident Hu Jintao. Er und Zeng gelten als politische Rivalen. Der Parteitag der KP, an dem mehr als 2.200 Delegierte teilnahmen, ging am Sonntag zu Ende. Er findet nur alle fünf Jahre statt. (AP)