Aktuelle Nachrichten Welt - News und Hintergründe – Menschenrechtler melden 15 Tote bei Militäreinsatz in Syrien – Bassem Mroue / AP
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Gewalt in Syrien Menschenrechtler melden 15 Tote bei Militäreinsatz in Syrien

Bassem Mroue / AP

19.11.2011

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan warf der Regierung Assad am Samstag vor, ihre Versprechen nicht zu erfüllen und das Blutvergießen fortzusetzen. Erdogan nannte Syrien "unehrlich". Foto: AP Photo
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan warf der Regierung Assad am Samstag vor, ihre Versprechen nicht zu erfüllen und das Blutvergießen fortzusetzen. Erdogan nannte Syrien "unehrlich".

Foto: AP Photo

Beirut – Bei einer Offensive syrischer Sicherheitskräfte gegen Regierungskritiker sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 15 Menschen getötet worden. Die Truppen hätten am Samstag auf der Suche nach Oppositionellen die Ortschaft Schesar in der Provinz Hama gestürmt und seien in die Region Dschabal al Sawija an der Grenze zur Türkei eingerückt, hieß es in übereinstimmenden Berichten der in London ansässigen Menschenrechtsorganisation Syrian Observatory for Human Rights und der Örtlichen Koordinationskomitees.

In Dschabal al Sawija seien zudem die Strom- und Telefonverbindungen gekappt worden. In der Region sind seit Monaten abtrünnige Einheiten der Streitkräfte aktiv. In Kusair in der Nähe der Grenze zum Libanon seien bei Gefechten mit Regierungstruppen zwei abtrünnige Soldaten getötet worden, berichtete das Syrian Observatory for Human Rights.

Seitdem sich abtrünnige Einheiten der Streitkräfte der Opposition angeschlossen haben und Stellungen der Regierungstruppen angreifen, ist die Gewalt in Syrien weiter eskaliert. Erst am Donnerstag hatten abtrünnige Soldaten Berichten zufolge in der Region Wadi al Deif Einheiten der Regierungstruppen mit schweren Maschinengewehren und gepanzerten Fahrzeugen angegriffen. Die Gefechte hätten vier Stunden gedauert, sagte ein Aktivist. Dabei seien mehrere Regierungssoldaten getötet worden.

Internationaler Druck auf Assad steigt

Unterdessen stieg der internationale Druck auf Präsident Baschar Assad. Am Freitag hatte Syrien einer Beobachtermission der Arabischen Liga grundsätzlich zugestimmt. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner, erklärte jedoch, Washington habe keine Hinweise darauf, dass die syrische Regierung den Vorschlag der Arabischen Liga tatsächlich akzeptiere. Aus dem britischen Außenministerium verlautete, Außenminister William Hague wolle sich am kommenden Montag mit Vertretern der syrischen Opposition in London treffen.

(dapd)

 

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