Aktuelle Nachrichten – China - Politik
07.07.2009
Berlin – Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, hat die chinesischen Behörden aufgefordert, keine Gewalt gegen friedliche uigurische Demonstranten einzusetzen. Die Behauptung der Regierung in Peking, die Proteste der muslimischen Minderheit im Nordwesten Chinas würden von außen gesteuert, sei unglaubwürdig, sagte Nooke der „Berliner Zeitung“.
Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eckart von Klaeden, forderte die chinesische Führung auf, internationale Beobachter und Journalisten in das bisher abgesperrte Gebiet zu lassen, um unabhängige Berichte zu ermöglichen.
In der westchinesischen Region Xinjiang kam es am Dienstag erneut zu Protesten muslimischer Uiguren. Eine Gruppe von 200 zumeist weiblichen Demonstranten lieferte sich in der Hauptstadt Urumqi ein Handgemenge mit Sicherheitskräften.
Der Vorfall ereignete sich, als sich Journalisten ein Bild über das Ausmaß der Zerstörungen von den Zusammenstößen am Sonntag machen wollten. Nach den Unruhen nahmen die Behörden nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua mehr als 1.400 Verdächtige fest. Bei den Zusammenstößen zwischen muslimischen Uiguren und Hanchinesen kamen seit Sonntag mindestens 156 Menschen ums Leben. (AP)
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