Aktuelle Nachrichten – China - Menschenrechte
19.04.2007
New York – Eine amerikanische Menschenrechtsgruppe hat das US-Internetportal Yahoo der Beihilfe zu Verhaftung und Folter chinesischer Dissidenten beschuldigt. Die Weltorganisation für Menschenrechte USA reichte am Mittwoch eine Klage am Sitz des Unternehmens in San Francisco ein, teilte deren Direktor Morton Sklar mit. Yahoo habe den chinesischen Behörden Informationen über seine Benutzer weitergegeben, die in mindestens fünf Fällen zu Verhaftungen und Misshandlungen geführt hätten.
Sklar sagte, in den USA lebende Dissidenten scheuten sich, sich der Klage anzuschließen, weil sie Repressalien gegen ihre Familien in China fürchteten. Yahoo-Sprecher Jim Cullinan sagte, solche Dinge würden besser mit Diplomatie denn über „das rechtliche Forum“ geregelt. Yahoo ist der einzige Internetanbieter, der bisher der Beihilfe zur Verhaftung chinesischer Dissidenten beschuldigt wird. Dem Yahoo-Konkurrenten Google wird vorgeworfen, es habe in China eine zensierte Version seiner Suchmaschine eingeführt und so den Behörden dort geholfen, Andersdenkende zu unterdrücken. Microsoft schaltete nach Pekinger Aufforderung einen Blog ab, der sich unter anderem mit Pressefreiheit befasste. (AP)
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