Berlin (apn) Die angekündigten Beitragserhöhungen bei gesetzlichen Krankenkassen sind bei Bundeskanzlerin Angela Merkel laut „Handelsblatt“ auf scharfe Kritik gestoßen. „Wir werden uns genau anschauen, was die Kassen da machen“, zitierte die Zeitung und berief sich auf Teilnehmer einer CDU/CSU-Fraktionssitzung am Dienstag. „In anderen Fällen wäre das ein Fall für das Kartellamt“, sagte die CDU-Politikerin demnach weiter.
Merkel zeigte laut „Handelsblatt“ insbesondere Unverständnis dafür, dass gleich mehrere Kassen von der Möglichkeit Gebrauch machen wollten, die Beiträge um acht Euro anzuheben, obwohl die Situation der Kassen – vor allem in Bezug auf ihre Rücklagen – sehr unterschiedlich sei.
Am Montag hatten mehrere Kassen erklärt, pauschal acht Euro pro Monat zusätzlich von ihren Versicherten zu verlangen. Im Gesundheitsfonds, aus dem die Krankenkassen ihre Einnahmen bekommen, fehlen laut Schätzerkreise in diesem Jahr vier Milliarden Euro. Für dieses Defizit müssen die 161 gesetzlichen Krankenkassen aufkommen. Zum Beispiel plant die DAK, ab Februar pauschal acht Euro zusätzlich zu erheben. Im ersten Halbjahr 2010 will die KKH-Allianz nachziehen. Die BKK Gesundheit will ab Februar oder März acht Euro mehr. (AP)
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