Aktuelle Nachrichten – Umweltpolitik
07.05.2012
Foto: Timur Emek/dapd
Berlin – Eineinhalb Monate vor dem Umweltgipfel Rio+20 pocht Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Gründung einer neuen Umweltorganisation der Vereinten Nationen. "Das müssen wir uns jetzt wirklich vornehmen", sagte die CDU-Chefin in ihrem neuesten Video-Podcast.
In den 20 Jahren seit der ersten Konferenz von Rio 1992 sei "ziemlich viel passiert", sagte Merkel und wies auf die Klimarahmenkonventionen sowie die Biodiversitätserfolge hin. Vieles passiere allerdings zu langsam, bemängelte die Kanzlerin. "Was ich beklage, ist, dass es bis heute keine UN-Umweltorganisation gibt."
Vom 20. bis 22. Juni findet in Rio der dritte Umweltgipfel der Vereinten Nationen statt. Vor 20 Jahren hatten sich Vertreter aus mehr als 170 Staaten im brasilianischen Rio zum ersten Erdgipfel getroffen. Sie verständigten sich dort unter anderem auf die Klimarahmenkonvention und die sogenannte "Agenda 21", die Leitlinien für das Prinzip der Nachhaltigkeit vorgibt. Am Mittwoch will Merkel eine Rede beim Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen halten.
Bisher unterhalten die Vereinten Nationen nur ein Umweltprogramm, das UNEP mit Sitz in Nairobi, Kenia. Seit Jahren wird darüber debattiert, das Programm in eine Organisation mit eigenständigen Rechtsstatus zu erheben. (dapd)
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