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Merkel spricht mit Bush über Klimaschutz und Nahost-Konflikt

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05.01.2007

Präsident Bush und bundeskanzlerin Angela Merkel im Oval Office im Weißen Haus in Washington. (AP Photo/Charles Dharapak)
Präsident Bush und bundeskanzlerin Angela Merkel im Oval Office im Weißen Haus in Washington. (AP Photo/Charles Dharapak)

Washington – Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Donnerstagabend im Weißen Haus mit US-Präsident George W. Bush zusammengekommen. Bush sagte nach der Unterredung, er begrüße Merkels Vorschlag zur Förderung des Nahost-Friedensprozesses und sei offen für neue Konzepte zum Klimaschutz. „Ich glaube, es gibt eine Chance, die alten Debatten der Vergangenheit hinter uns zu lassen“, sagte Bush im Hinblick auf die Differenzen bezüglich des Kyoto-Protokolls.

Er habe der Bundeskanzlerin versichert, dass er sich der Förderung neuer energieeffizienter Technologien verpflichtet sehe, erklärte Bush auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel. Diese sagte, es gebe eine große Bandbreite für künftige Gespräche über das Thema. Zwar sei einerseits Wirtschaftswachstum notwendig, andererseits sei es aber auch wichtig, die Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen der Treibhausgase zu schützen, betonte Merkel. Der Besuch in Washington war die erste Auslandsreise der Bundeskanzlerin, seit Deutschland zu Jahresbeginn die EU-Präsidentschaft und den G-8-Vorsitz übernommen hat.

Ein wichtiges Thema des Gesprächs im Weißen Haus war der Nahost-Konflikt. Bush lobte Merkel für ihren Vorschlag, das so genannte Nahost-Quartett, bestehend aus der EU, den USA, Russland und den Vereinten Nationen, in den Mittelpunkt der Bemühungen um eine Wiederbelebung des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses zu stellen. Es sei eine „gute Idee“, das Quartett einzuberufen.

Merkel wollte Bush bei dem Treffen in erster Linie das Arbeitsprogramm Deutschlands für die kommenden Monate der EU-Ratspräsidentschaft und des G-8-Vorsitzes darlegen. Außerdem sollte es um die Vorbereitung des traditionellen EU-USA-Gipfels im April gehen.

(AP)

 

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