Aktuelle Nachrichten – Deutschland
14.03.2010
Berlin (apn) Für Bundeskanzlerin Angela Merkel war seit der ersten freien DDR-Volkskammerwahl vom 18. März 1990 der Weg zur deutschen Einheit unumkehrbar. „Dieser Tag markiert das Ende der ehemaligen Diktatur des Proletariats, wie es hieß, und er zeigt den endgültigen Sieg der friedlichen Revolution“, erklärte Merkel am Wochenende in ihrer Video-Botschaft im Internet.
Am Donnerstag gibt es aus Anlass des 20. Jahrestags dieser Wahl eine Feierstunde im Bundestag, an der auch die ehemaligen Abgeordneten der frei gewählten Volkskammer teilnehmen. Sie freue sich darüber, sagte Merkel. Es werde die Möglichkeit geben, viele wiederzusehen, die damals eine zentrale Rolle gespielt hätten. „Das wird spannende Begegnungen geben, die auch für mich persönlich sehr bewegend sein werden“, sagte die Kanzlerin.
„Mit den Wahlen am 18. März 1990 war das Schicksal der SED-Diktatur endgültig besiegelt und der Weg zur Deutschen Einheit unumkehrbar“, erklärte Merkel. Alle DDR-Wahlen davor bezeichnete die Regierungschefin als „pure Farce“. Nur ein einziges Mal, bei den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung von Groß-Berlin 1946, seien im sowjetischen Stadtsektor freie Wahlen abgehalten worden. „Damals erlebte die SED eine herbe Niederlage. Die Schlussfolgerung war einfach und genauso unakzeptabel: nämlich dass nie wieder freie Wahlen stattfinden konnten“, sagte die Kanzlerin.
Sieger der Volkskammerwahl 1990 war das Wahlbündnis Allianz für Deutschland. Es bestand aus der ehemaligen Blockpartei CDU mit dem Spitzenkandidaten Lothar de Maizière, der neu gegründeten und der westdeutschen CSU nahestehenden Deutschen Sozialen Union (DSU) und dem Demokratischen Aufbruch (DA). (AP)
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