Paris - Der Chef und Mitgesellschafter des französischen Reifenherstellers Michelin, Edouard Michelin, ist bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen. Der 42-Jährige war nach Angaben des Unternehmens an Bord eines Fischerbootes, das am Freitag aus noch ungeklärter Ursache bei der Ile de Sein an der französischen Atlantikküste sank. Michelins Mitgesellschafter Michel Rollier werde die Leitung des Unternehmens übernehmen, hieß es weiter.
Michelin war 1985 in das Unternehmen eingetreten und 1999 zu dessen Chef ernannt worden. Er hinterlässt seine Frau und sechs Kinder. Gemeinsam mit einem Freund, Guillaume Normant, sei er am Donnerstagabend an Bord der «La Liberté» aus dem bretonischen Hafen Audierne hinausgefahren, erklärte das Unternehmen. Normant wurde am Freitagabend noch vermisst. Am Freitagmorgen habe in dem Seegebiet Nebel geherrscht, abgesehen davon seien die Wetterbedingungen aber gut gewesen.
Der französische Staatspräsident Jacques Chirac würdigte Michelin für seine Verdienste um die Modernisierung des Unternehmens. Innenminister Nicolas Sarkozy erklärte, die französische Wirtschaft habe eine ihrer aufstrebenden Persönlichkeiten verloren. Michelin ist einer der weltweit führenden Reifenhersteller mit rund 130.000 Beschäftigten weltweit, davon 30.000 in Frankreich.
(AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Erster französischer Wirtschaftsnobelpreisträger Maurice Allais gestorben
(11.10.2010)
Französischer Meisterfotograf Willy Ronis gestorben
(13.09.2009)
Pariser Gourmettempel „Le Bristol“ ergattert dritten Michelin-Stern
(02.03.2009)
Französischer Expremier Raymond Barre gestorben
(26.08.2007)
Französischer Philosoph Baudrillard gestorben
(07.03.2007)
Französischer Erfolgsautor Henri Troyat gestorben
(05.03.2007)
Französischer Schauspieler Philippe Noiret gestorben
(23.11.2006)