Aktuelle Nachrichten Europa – Migranten nach eigenen Angaben von Soldaten ins Meer geworfen – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Europa

Migranten nach eigenen Angaben von Soldaten ins Meer geworfen

DAPD

27.09.2006

Ankara - Eine Gruppe von 40 Flüchtlingen ist nach eigenen Angaben von griechischen Sicherheitskräften vor der türkischen Küste ins Meer geworfen worden. Sechs Migranten ertranken, drei weitere wurden vermisst. 31 Flüchtlinge wurden nach Angaben vom Mittwoch von der türkischen Küstenwache gerettet. Bewohner der Gegend hatten die Einsatzkräfte alarmiert, weil sie Hilferufe gehört hatten. Unter den Flüchtlingen waren Palästinenser, Libanesen, Tunesier, Iraker und ein Algerier.

Nach Angaben der türkischen Küstenwache bestiegen die Flüchtlinge in der Provinz Izmir ein Boot und wurden nach Griechenland gebracht. Auf der Insel Chios seien die Flüchtlinge von Soldaten gefasst worden, zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu Muhammedi Alti, einen überlebenden Libanesen. «Griechische Sicherheitskräfte warfen uns von einem Boot der Küstenwache ins Meer, ohne auch nur zu fragen, ob wir schwimmen können», berichtete er.

Das griechische Außenministerium erklärte am Dienstag, Ankara halte sich nicht an ein bilaterales Abkommen, das eine Rückführung illegal aus der Türkei nach Griechenland Eingewanderter ermöglicht. In den vergangenen vier Jahren habe Griechenland 22.000 Rückführungsanträge gestellt, «und nur 1.400 wurden angenommen - 6,36 Prozent», sagte Außenamtssprecher Giorgos Koumoutsakos. «Die Zahlen sprechen für sich.»

(AP)

 

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