Innovation – Mikrowindanlage qr5 von quietrevolution liefert Strom auf Helgoland – Sonja Flesch-Reiss
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Die leise Revolution mit Fotogalerie Mikrowindanlage qr5 von quietrevolution liefert Strom auf Helgoland

Sonja Flesch-Reiss

14.11.2011

Die Mikrowindturbine qr5 im Einsatz auf Helgoland. Foto: Uwe Nettelmann, Alfred-Wegener-Institut
Die Mikrowindturbine qr5 im Einsatz auf Helgoland.

Foto: Uwe Nettelmann, Alfred-Wegener-Institut

Die Mikrowindturbine qr5 vom englischen Startup-Unternehmen quietrevolution wurde gestern für das Gästehaus der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) in Betrieb genommen. Die Mikrowindturbine qr5 soll den Strombedarf für das Mielck-Haus im Helgoländer Unterland mit decken, denn die erwartete Gesamtleistung der Mikrowindturbine beträgt bis zu 7.500 Kilowattstunden pro Jahr aus Windenergie.

Die vertikalen Rotorblätter der qr5 arbeiten besonders leise und stellen sicher, dass auch bei turbulenten Winden Strom erzeugt wird. Die Anschaffung der Windenergie-Anlage hat etwa 35.000 Euro gekostet und die Mikrowindturbine konnte innerhalb weniger Tage errichtet werden.

„Die qr5 ist durch die vertikalen Rotorblätter der besonders leise und eignet sich sogar für den Betrieb in Wohngebieten“, erläutert Heino Peters die Wahl der modernen Windenenergie-Anlage, die in Deutschland noch selten zu sehen ist. Der Leiter der BAH-Haustechnik ergänzt: „Die Technik funktioniert bei turbulenten Winden effektiv. Wird der Wind verwirbelt, so kann er auch von unten die vertikalen Rotorblätter antreiben.“ Hinter der Typenbezeichnung qr5 verbirgt sich die englische Herstellerfirma quietrevolution, deren Produkte in Deutschland die Firma RWE Innogy vertreibt.

Die vertikalen Rotoren der Mikrowindturbine haben eine Länge von fünf Metern und drehen sich parallel zum Mast, der seinerseits 15 Meter hoch aufragt. Ob sich die Windenergie-Anlage auf Zugvögel auswirkt, wird von den Biologen der BAH in Kooperation mit dem Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“ untersucht. Falls erforderlich, kann die Mikrowindturbine bei bestimmten Wetterlagen während des Vogelzuges beleuchtet oder abgeschaltet werden. „Schließlich wollen wir nicht, dass die Nutzung regenerativer Energien zum Schutz des Klimas zu einer Belastung der Natur wird“, erläutert Prof. Dr. Karen Wiltshire, Leiterin der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) in der Stiftung Alfred-Wegener-Institut. Zukünftig könne man sich vorstellen, Mikrowindturbinen auch an anderen Standorten des Alfred-Wegener-Instituts zu nutzen, wenn sich die Windenergie-Anlage unter den Einsatzbedingungen auf Helgoland bewährt.

 

 

 

 

 

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