Aktuelle Nachrichten – China - Umwelt
27.10.2007
Foto: Getty Images)
Peking – Mit einem Milliarden-Aufwand will China den See Tai sanieren, der für die Wasserversorgung von mehreren Millionen Menschen gebraucht wird. Der in einem dicht besiedelten Gebiet nordwestlich von Schanghai gelegene See musste zu Beginn des Jahres gesperrt werden, weil er mit blau-grünen Algen verseucht war. Es werde fünf Jahre dauern und 108,5 Milliarden Yuan (10 Milliarden Euro) kosten, den See zu sanieren, hieß es am Freitag auf einer Website der nahe gelegenen Stadt Taizhou.
Der Tai-See ist einer von mehreren Seen in China, die stark verschmutzt sind und die Ausdruck der schweren Umweltprobleme des Landes sind. Wegen der Algenblüte im Juni musste die Wasserversorgung der Millionenstadt Wuxi sechs Tage eingestellt werden. Bis zu fünf Millionen Menschen waren in dieser Zeit auf abgefülltes Wasser angewiesen. Die Behörden ordneten daraufhin die Schließung von Chemiewerken an, die ihre Abwässer in den See geleitet haben sollen. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
"Es ist völlig unklar, wohin das Geld wirklich geflossen ist"
(31.07.2007)
Wirtschaft: Überholt China Deutschland?
(24.07.2007)
Chinas Umweltproblem ist ein System-Problem
(19.07.2007)