Bagdad – Bei vier Selbstmordanschlägen im Nordwesten des Iraks sind nach Militärangaben mindestens 175 Menschen getötet und etwa 200 verletzt worden. Die Anschläge vom Dienstagabend richteten sich demnach gegen die religiöse Minderheit der Jasidis – eine vorislamische Sekte, der überwiegend Kurden angehören. Die Jasidis sind in jüngster Zeit häufig Opfer von Gewaltanschlägen geworden. Islamisten wandten sich gegen sie, nachdem ein zum Islam konvertiertes junges Mädchen im April von der eigenen Familie zu Tode gesteinigt worden war.
Der Anschläge ereigneten sich in den Wohnvierteln der Jasidis bei Kahatanija, rund 120 Kilometer westlich von Mossul, wie der irakische Hauptmann Mohammed Ahmed, der ranghöchste Regierungsbeamte in der Region, mitteilte. Beobachter äußerten die Vermutung, dass die Bluttaten auf Al Kaida im Irak zurückgehen könnten. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Stellvertretender irakischer Ölminister entführt
(14.08.2007)
Weltsicherheitsrat erweitert UN-Einsatz im Irak
(10.08.2007)