Lady Lake/USA – Heftige Wirbelstürme haben in Florida mindestens 19 Menschen das Leben gekostet. Mehrere Gewitter und mindestens ein Tornado hinterließen in der Mitte des US-Staates eine 65 Kilometer breite Spur der Verwüstung. Hunderte Häuser und Wohnwagen wurden zerstört, die Stromversorgung brach zusammen, wie die Behörden am Freitag mitteilten.
Meteorologen hatten zwar von der heranrückenden Gefahr gewarnt, die meisten Menschen wurden dennoch von den Stürmen im Schlaf überrascht. „Es war schaurig, sehr schaurig“, sagte Patrick Smith. Er habe einen Nachbarn und dessen etwa zehn Jahre alten Sohn tot aus einem Haus in der Nachbarschaft geborgen. Rettungsmannschaften suchten mit Hunden in den Trümmern nach Überlebenden und weiteren Opfern.
Gouverneur Charlie Crist rief in vier Bezirken den Notstand aus. Alle bislang geborgenen Toten lebten in Lake County. Schwere Schäden wurden auch aus Volusia County gemeldet. In beiden Bezirken wurden Ausgehverbote für die Nacht verhängt, um Plünderungen zu verhindern. Allein Volusia County meldete nach ersten Schätzungen einen Schaden von 80 Millionen Dollar (61 Millionen Euro) an rund 500 Gebäuden durch die Unwetter. Mehrere Bezirke öffneten Notunterkünfte für die Menschen, die ihre Häuser verloren.
Betroff waren auch The Villages, eine der größten Rentner-Gemeinden in den USA, sowie Wohnwagenparks. Rund 20.000 Menschen waren nach Angaben des örtlichen Energieversorgers ohne Strom. „Das gefährlichste Tornado-Szenario ist die Gefahr eines tödlichen Wirbelsturms in der Nacht, und genau das war der Fall“, erklärte der Meteorologe Dave Sharp.
(AP)
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