Aktuelle Nachrichten – International
22.08.2012
Foto: AP/Khalil Hamra
Beirut – Syrische Regierungstruppen sind am Mittwoch in mindestens zwei Vierteln der Hauptstadt Damaskus gegen Rebellen vorgegangen und haben dabei mindestens 23 Aufständische getötet. Die Soldaten beschossen die Stadtteile Kafar Sussa und Nahr Eishah nach Angaben von Regierungsgegnern zunächst mit Granaten und gingen dann von Haus zu Haus, um nach Rebellen zu suchen. Eine unabhängige Bestätigung für diese Angaben gab es nicht.
Der Angriff habe sich offenbar gegen Rebellen gerichtete, die die beiden Stadtteile in den vergangenen Tagen als Deckung benutzt hatten, um den Militärflugplatz Masseh mit Mörsern anzugreifen, berichtete ein Aktivist. In Damaskus gab es zuletzt eine Eskalation der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Kämpfern der Opposition. Es ist aber nur eine von mehreren Fronten, an denen die Regierung von Präsident Bashar Assad gegen die Aufständischen kämpft, die immer mehr an Boden zu gewinnen scheinen.
Ein Oppositioneller, der nur Bassam genannt werden wollte, berichtete, allein elf Menschen seien Kafar Sussa getötet worden. Die Regierungstruppen seien mit 22 Panzern vorgerückt, hinter denen jeweils 20 Soldaten zu Fuß gingen. In Nahr Eishah seien bis zu zwölf Menschen getötet worden. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete über zwölf Tote in Kafar Soussa, Angaben zu Kämpfen in Nahr Eishah wurden nicht gemacht.
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