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Mindestens 36 Tote bei Überfallen und Anschlägen im Irak

DAPD

16.05.2006

Verwundete Iraker werden im Yarmouk Krankenhaus in Bagdad behandelt (AP Photo/Khalid Mohammed)
Verwundete Iraker werden im Yarmouk Krankenhaus in Bagdad behandelt (AP Photo/Khalid Mohammed)

Bagdad - Der Gewalt im Irak sind am Dienstag wieder mindestens 36 Menschen zum Opfer gefallen. So töteten Bewaffnete bei einem Überfall auf einen Parkplatz in einem vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteil 19 Menschen. Die Angreifer erschossen nach Polizeiangaben fünf Wachleute und zündeten danach eine Bombe neben einem abgestellten Tankfahrzeug. Bei Kämpfen zwischen mutmaßlichen Aufständischen und der irakischen Polizei kamen am Dienstag nach Polizeiangaben mindestens sechs Zivilpersonen ums Leben.

Die Aufständischen lieferten sich im Stadtteil Dora aus drei Autos heraus ein Feuergefecht mit den Beamten, bei dem die sechs Zivilpersonen in die Schusslinie gerieten. Vier weitere wurden verletzt. Bei einem weiteren Überfall wurden vier Iraker erschossen, die auf einem US-Stützpunkt arbeiteten. Einem Attentat fiel auch der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Wirtschaft und Verwaltung der Universität von Bagdad zum Opfer.

Die US-Streitkräfte gaben am Dienstag den Tod von weiteren drei US-Soldaten bekannt. Ein Soldat, der in Bagdad zu Fuß auf Patrouille war, wurde nach Militärangaben am Dienstag von einer Bombe getötet. Zwei weitere Soldaten kamen am Montag ums Leben. Ihr Fahrzeug fuhr bei Balad, 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt, auf eine Bombe. Die Zahl der Toten unter den US-Streitkräften im Irak seit Beginn des Kriegs im März 2003 stieg damit nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP auf mindestens 2.448.

Einen Tag nach der Anklageverlesung gegen Exmachthaber Saddam Hussein und sieben weitere Vertreter des ehemaligen irakischen Regimes am Montag setzte die Verteidigung die Anrufung von Entlastungszeugen fort. Nach fünf Stunden wurde der Prozess auf Mittwoch vertagt. In dem Verfahren geht es um die Ereignisse nach einem Mordanschlag auf den Diktator im Jahr 1982 in der Ortschaft Dudschail. Beobachter erwarten ein Urteil im August.

Der designierte Ministerpräsident Nuri al-Maliki teilte unterdessen mit, dass er die Regierungsbildung fast abgeschlossen hat. Er muss dies bis zum kommenden Montag getan haben. Aus Regierungskreisen verlautete, al-Maliki werde am Montag sein Kabinett vorstellen. Sollte dies nicht geschehen, dann hat Staatspräsident Dschalal Talabani 15 Tage um einen neuen Ministerpräsidenten zu nominieren.

(AP)

 

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