Warschau – Bei einem schweren Grubenunglück im Süden Polens sind am Dienstag mindestens acht Bergleute ums Leben gekommen. 15 weitere Arbeiter waren offiziellen Angaben zufolge noch in 1.000 Meter Tiefe eingeschlossen. In dem Bergwerk Halemba bei Ruda Slaska in der oberschlesischen Kohleregion war es nach Angaben der Betreibergesellschaft am Nachmittag zu einer Gasexplosion gekommen.
Rettungsmannschaften bemühten sich fieberhaft um die Bergung der Verschütteten. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich jedoch äußerst schwierig und könnten Tage dauern, sagte Zbigniew Madej von der Betreibergesellschaft dem Fernsehsender TVN24.
Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski begab sich zum Unglücksort, um sich ein Bild von der Lage zu machen, wie Regierungssprecher Jan Dziedziczak mitteilte.
Im Februar dieses Jahres wurde ein verschütteter Bergmann in der Kohlegrube Halemba nach fünf Tagen gerettet. Gewerkschaften beklagen sinkende Sicherheitsstandards in den polnischen Bergwerken. Sie machen fehlende Investitionen und einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen dafür verantwortlich.
(AP)
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