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"Spritpreise wegen Steuern hoch" Mineralölwirtschaft weist Kritik des Kartellamts zurück

DAPD

26.05.2011

Berlin – Die Mineralölwirtschaft hat der Vorwurf der Abzocke bei Spritpreisen zurückgewiesen. Auf dem Markt gebe es einen stetigen Wettbewerb, pro Liter verkauften Kraftstoffs verdienten die Unternehmen im Schnitt nur einen Cent, sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), Klaus Picard, am Donnerstag in Berlin. Damit reagierte er auf eine Studie des Bundeskartellamts, die zu dem Schluss kommt, dass der Wettbewerb wegen der Macht der fünf größten Unternehmen nicht funktioniert und Autofahrer zu viel zahlen.

"Ich kenne keinen Markt mit staatlicher Regulierung, in dem die Vorsteuerpreise niedriger sind als in Deutschland", sagte Picard. Wettbewerb sei besser als eine Verzerrung durch staatliche Eingriffe. Die Forderungen aus der Politik nach mehr Regulierung und Zurückdrängung der großen Konzerne BP (Aral), Shell, ConocoPhilipps (Jet), ExxonMobil (Esso) und Total wies er zurück. "Da wird Größe pauschal verteufelt", sagte er. Es handele sich um "Politik im Tollhaus".

Picard wandte sich gegen die Ankündigung des Kartellamts, den größten Tankstellenketten keine Zukäufe mehr erlauben zu wollen, um ihre Marktmacht nicht noch zu steigern. Die Behörde dürfe den Markt nicht einfrieren. Ohnehin seien die Spritpreise in Deutschland wegen der Steuern so hoch. Rechne man die Steuern aber heraus, gebe es in der EU nur vier Staaten, in denen Benzin billiger sei als hierzulande.

(dapd)

 

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