Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
22.10.2006
Köln - Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat den Lobbygruppen vorgeworfen, bei der Diskussion über die Gesundheitsreform das Wohl der Patienten zu ignorieren. Schmidt sagte am Sonntag im Deutschlandfunk, es gehe den Lobbyisten ausschließlich um Eigeninteressen. Besonders heftig kritisierte die SPD-Politikerin die Ankündigung der Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen, als Folge der Reform freiwillige Leistungen abbauen zu müssen.
«Ich finde das unglaublich, dass Kassen sagen, 'erstens, bei uns wird alles teurer, und zweitens, ihr bekommt dafür weniger Leistung'», wurde sie zitiert. Dahinter stehe die Verärgerung darüber, dass mit der Reform sechs der heute sieben Spitzenverbände abgeschafft würden. Die Ministerin betonte, dass die Reform dazu beitragen werde, den Menschen unabhängig von ihrer Einkommenssituation auch in Zukunft alles medizinisch notwendige bieten zu können. Die Gesundheitsreform sei die erste Reform, die Leistungen ausweite, wo es nötig sei.
(AP)
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