Aktuelle Nachrichten – Deutschland
07.10.2012
Foto: AP/ddp images/AP
Berlin – Der Düsseldorfer Volkswirt Justus Haucap sieht ein erhebliches Einsparpotenzial bei den 163 Millionen Euro Verwaltungskosten der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) der öffentlich-rechtlichen Sender: Da ab dem 1. Januar 2013 die GEZ-Gebühr auf einen Beitrag für alle Haushalte umgestellt wird, schlägt Haucap, Mitglied und früherer Vorsitzender der Monopolkommission, die Abschaffung der GEZ vor: "Die Aufgabe der GEZ könnten auch die Finanzämter übernehmen", sagte Haucap der Zeitung "Welt am Sonntag", "das klappt bei der Kirchensteuer schließlich auch gut."
In dem anlässlich der Umstellung sogar personell größer werdenden Verwaltungsapparat sieht Haucap ein Beispiel für die ökonomische Theorie der Bürokratie, die besagt, dass staatliche Institutionen zum Selbstzweck werden und zu unkontrollierten Wachstum neigen.
Die GEZ, die ab dem ersten Januar 2013 in "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice" umgetauft wird, beschäftigt wegen der Umstellung befristet bis 2015 bis zu 400 neue Mitarbeiter.
dapd
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