Aktuelle Nachrichten – Europa
24.06.2011
Brüssel – EU-Kommission, der Internationale Währungsfonds und die Europäische Zentralbank haben sich mit der griechischen Regierung auf Maßnahmen zur Schließung von Finanzierungslücken bis 2014 verständigt. Dazu gehören auch weitere Ausgabenkürzungen über 3,8 Milliarden Euro, wie am frühen Freitagmorgen aus EU-Kreisen verlautete.
Bei der Überprüfung des neuen Sparpakets der Regierung in Athen sei festgestellt worden, dass die versprochenen 28 Milliarden Euro an Einsparungen nicht ganz erreicht würden, hieß es in Brüssel. Experten von EU, IWF und EZB überprüfen in regelmäßigen Abständen die Umsetzung der Vereinbarungen, die Bedingung für das Rettungspaket über 110 Milliarden Euro waren, mit dem eine Staatspleite in Griechenland abgewendet werden soll.
Die EU-Kommission erklärte nach der Einigung am Donnerstagabend in Brüssel, man erwarte jetzt, dass die mittelfristige Finanzstrategie von den Griechen in konkrete Gesetze umgesetzt und in der kommenden Woche im Parlament beschlossen werde. Das gelte auch für die vereinbarten Privatisierungen. Die Billigung des neuen Sparpakets im Parlament ist Bedingung dafür, dass die nächste Tranche der Hilfe gezahlt wird.
(dapd)
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