Foto: Pascal Le Segretain/Getty Images
Silhouetten, die garantiert dick machen und uns unregelmäßig aufplustern sind das Markenzeichen dieser Saison. Vielleicht, weil wir uns dem Planbaren verweigern wollen (weil wir ahnen, dass es sowieso nicht planbar ist) wählen wir Kleidungsstücke, die Falten über Falten haben, unkontrolliert schlabbern und uns ein Gefühl der Freiheit vermitteln. Wie diese weiten Marlene- oder Pumphosen, die auf einmal wieder Trend sind.
Die Hängeschulter als bewusst schlechte Passform kann unmöglich aussehen, aber bei wenigen Outfits Reiz haben (wie beim gelben Kleid). Auch die Farben sind sonderbar schmuddelig: „Cumin", die Trendfarbe des Herbstes, leuchtet als eine Art Orange hervor. Außerdem sind erdige Töne angesagt, Beiges und Senfgelbes. Dazu sind Flaschengrün und Türkis in Mode, gesetzt den Fall, sie stehen einem.
Der Winter eignet sich für die textile Materialschlacht des Übertriebenen am besten. Stoff muss her, schließlich wollen wir es warm haben. Schichten über Schichten können interessante Kombinationen ermöglichen. „Colour Blocking" war im Sommer (Gemeint ist das Aufeinandertreffen verschiedener Farben in einem Outfit). Jetzt ist „Texture Blocking" angesagt. Das heißt, die Kombination von verschiedenen Stoffen und Oberflächen in einem Teil. Klar, dass da auch Farben aufeinander prallen, denn die Stoffe und ihre Muster passen nur ungefähr zueinander, diese bewusste Reibung finden Designer spannend (siehe das Beispiel von Sonia Rykiel). Zeit für Bescheidenheit ist dann wieder nächstes Jahr ... (red)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
(26.09.2011)
(24.09.2011)
New York Fashion Week: Die Marc Jacobs Spring 2012 Collection
(13.09.2011)