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Mütter der Plaza del Mayo feiern 30. Jahrestag

DAPD

01.05.2007

Argentinien: Die Anführerin der Mütter vom Plaza de Mayo, Hebe de Bonafini, am 30. April in Buenos Aires. Das weiße Kopftuch war ihr Zeichen des Protests während der Militärdiktatur. (AP Photo/Natacha Pisarenko)
Argentinien: Die Anführerin der Mütter vom Plaza de Mayo, Hebe de Bonafini, am 30. April in Buenos Aires. Das weiße Kopftuch war ihr Zeichen des Protests während der Militärdiktatur. (AP Photo/Natacha Pisarenko)
Argentiniens Mütter vom Plaza de Mayo auf einer Bühne bei einer Gedenkveranstaltung zum 30. Jahrestag ihres Protestes für ihre vermissten oder getöteten Angehörigen. (AP Photo/Natacha Pisarenko)
Argentiniens Mütter vom Plaza de Mayo auf einer Bühne bei einer Gedenkveranstaltung zum 30. Jahrestag ihres Protestes für ihre vermissten oder getöteten Angehörigen. (AP Photo/Natacha Pisarenko)

Buenos Aires – Die bekannteste argentinische Menschenrechtsgruppe, die Mütter der Plaza del Mayo, hat ihr 30-jähriges Bestehen mit einem Freiluftkonzert und einer Kundgebung vor dem Präsidentensitz in Buenos Aires gefeiert. Folksänger traten vor mehr als 1.000 Menschen unter einem Transparent mit den Worten „30 Jahre Kampf“ auf. Die Mütter, die als einheitliches Zeichen ein weißes Kopftuch tragen, hatten ihre wöchentlichen Demonstrationen vor dem Präsidentensitz am 30. April 1977 aufgenommen, ein Jahr nach dem Militärputsch.

Während der Diktatur von 1976 bis 1983 wurden in Argentinien nach offiziellen Angaben fast 13.000 Oppositionelle getötet oder verschwanden, Menschenrechtsgruppen geben die Zahl mit 30.000 an. Die Mütter der Plaza del Mayo waren die ersten, die Aufklärung über das Schicksal ihrer verschwunden Söhne und Töchter forderten – zu einer Zeit, als viele es nicht wagten, gegen die Militärmachthaber aufzubegehren.

„Wir fühlen noch immer das Fehlen unserer lieben Kinder“, erklärte Tati Almeida, eine der Gründerinnen der Gruppe. „Ich danke Gott, dass wir nicht alleine sind“, sagte sie mit Verweis auf die zahlreichen Teilnehmer an der Kundgebung am Montag. Vielen der Mütter fällt das Gehen inzwischen schwer, manche nutzen einen Gehstock. Die 80-jährige Maria Gurtman erklärte, sie nehme weiter allwöchentlich an den Versammlungen teil, damit „künftige Generationen wissen, was in unserem Land geschah“. (AP)

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