Aktuelle Nachrichten – Vorbeugen
20.05.2012
Foto: Gerrit Schmit / Pixelio
Berlin – Ein Pilzbefall im Mundraum, sogenannter Mundsoor, kann sich bei zu später Behandlung ausbreiten. "Ursachen für die entzündete Mundschleimhaut können beispielsweise eine längere Antibiotika-Einnahme oder ein geschwächtes Immunsystem sein, weswegen gerade ältere Menschen sowie Krebs- und HIV-Patienten öfter betroffen sind", erläutert Wolfgang Hornberger vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Mundtrockenheit sei ein weiterer Risikofaktor für eine Pilzinfektion. "Aber auch bei Säuglingen ist Mundsoor nicht selten, da bei ihnen die Besiedelung der Mundschleimhaut mit gesunden Keimen noch nicht gut ausgebildet ist."
Mundsoor äußert sich durch eine starke Rötung mit weißen Flecken auf der Zunge und/oder auf der Wangen-Innenseite. "Der Belag lässt sich schwer abwischen, darunter befinden sich zum Teil blutige Hautstellen. In schweren Fällen kann der Befall bis in die Speiseröhre reichen. Begleitend treten oft ein Brennen im Mundraum, ein unangenehmer Geschmack und Schluckbeschwerden auf", erklärt Hornberger. Pilzabtötende Medikamente, sogenannte Antimykotika, in Form einer Tinktur oder Gurgel-Lösung, helfen in der Regel, den Pilzbefall innerhalb von etwa acht bis zehn Tagen wieder zu beseitigen. (dapd)
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