Foto: über dts Nachrichtenagentur
Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat sich nach inoffiziellen Zahlen mit dem von der Muslimbruderschaft vorgelegten Verfassungsentwurf durchgesetzt. Bei dem Referendum sollen sich insgesamt 64 Prozent der Wähler für den Entwurf ausgesprochen haben, wie ägyptische Medien unter Berufung auf Angaben von der Muslimbruderschaft am Sonntagmorgen berichten. Demnach hätten sich in dem zweiten Durchgang der Abstimmung, der am Samstag zu Ende gegangen war, rund 71 Prozent für den Verfassungsentwurf ausgesprochen.
Beobachter hatten im zweiten Wahlgang mit einer Mehrheit für den Entwurf gerechnet, weil in diesem vor allem in ländlichen Gebieten abgestimmt wurde, in denen die Wählerschaft allgemein als konservativer gilt. In der ersten Wahlrunde hatte die Zustimmung zu dem Entwurf nach inoffiziellen Angaben bei 56 Prozent gelegen. Die ägyptische Opposition kritisierte unterdessen Verstöße bei der Abstimmung: Die Muslimbruderschaft habe viele Wähler beeinflusst, während Liberale, Christen und Linke an der Stimmabgabe gehindert worden seien, hieß es seitens der Opposition. Sie sieht in der Verabschiedung des Verfassungsentwurfs zudem den ersten Schritt in Richtung der Etablierung eines Gottesstaats in Ägypten. Offizielle Zahlen werden für den morgigen Montag erwartet.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Kein Rücktritt: Italiens Präsident Napolitano will im Amt bleiben
(30.03.2013)
FDP mahnt schnelle Regierungsbildung in Italien an
(29.03.2013)
Wahlsieger Grillo glaubt nicht an Verbleib Italiens in Euro-Zone
(13.03.2013)
Brüderle geht von Fortsetzung des Reformkurses in Italien aus
(03.03.2013)
BGA-Präsident Börner bringt Euro-Austritt Italiens ins Spiel
(03.03.2013)
FDP-Finanzexperte bringt Euro-Austritt Italiens ins Spiel
(27.02.2013)
Türken stimmen überraschend deutlich für Verfassungsreform von Erdogan
(13.09.2010)