New York – Kurz nach einem Schlaganfall kann Musik die Genesung eines Patienten deutlich fördern. In einer finnischen Studie hatten jene Teilnehmer, die täglich mit Musik berieselt wurden, ein besseres verbales Gedächtnis, ein besseres Konzentrationsvermögen und auch bessere Laune als andere Patienten.
Die Psychologen der Universität Helsinki losten insgesamt 60 Patienten, die ähnliche Schlaganfälle erlitten hatten, per Zufallsprinzip drei Gruppen zu. Ein Drittel der Teilnehmer erhielt eine konventionelle Rehabilitationsbehandlung, die übrigen durften zusätzlich einige Stunden täglich entweder Musik ihrer Wahl hören oder einem Hörbuch lauschen.
Drei Monate nach dem Schlaganfall hatten die mit Musik berieselten Patienten ihr Sprachgedächtnis um etwa 60 Prozent verbessert. Die Hörbuch-Patienten besserten sich dagegen nur um 18 Prozent, die ausschließlich konventionell therapierte Kontrollgruppe um 29 Prozent. Die Fähigkeit der Teilnehmer, ihre Aufmerksamkeit zu lenken, stieg mit Musik um 17 Prozent, blieb dagegen in den beiden anderen Gruppen unverändert.
Zusätzlich hob die Musik die Stimmung der Patienten, wie die Forscher im Magazin „Brain“ berichten. Musik sei allerdings keine Alternative zur herkömmlichen Rehabilitation, sondern lediglich eine Ergänzung, betonen die Experten.
(Quelle: „Brain“, Online-Vorabveröffentlichung) (AP)