Aktuelle Nachrichten – Vorbeugen
14.01.2012
Foto: Dieter Schütz/Pixelio
Krefeld – Eine Muskelschwäche macht sich häufig zunächst durch Schwierigkeiten beim Greifen, Gangunsicherheit und rasche Ermüdbarkeit bei Bewegung bemerkbar. "Diese Symptome können auf einen Vitamin- und Mineralstoffmangel oder eine Stoffwechselstörung zurückzuführen sein, aber auch erste Anzeichen einer neurologischen Muskelerkrankung sein", erklärt Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) in Krefeld. Daher sollten Betroffene sie ärztlich abklären lassen.
Kommt es zu Lähmungserscheinungen oder Schluck- und Sprechstörungen, kann dies auf eine Myasthenia gravis oder eine Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) hindeuten. "Weitere typische Symptome einer Myasthenia gravis sind schwere Augenlider und Sehstörungen", erläutert Bergmann. "Die Myasthenia gravis zählt zu den Autoimmunerkrankungen, das heisst das eigene Immunsystem ist fehlreguliert. In diesem Fall wird eine Schädigung der Nerv-Muskel-Verbindung durch das Immunsystem hervorgerufen. Die medikamentöse Therapie zielt daher vor allem auf eine Hemmung des Immunsystems ab."
Bei der ALS treten zunehmend Muskelzuckungen sowie Krämpfe auf, bis hin zur Lähmung ganzer Muskelgruppen. "ALS führt innerhalb von wenigen Monaten bis Jahren zu einer Lähmung der Atemmuskulatur und ist derzeit nicht heilbar", erklärt der Nervenarzt und betont: "Sowohl Myasthenia gravis als auch ALS sind seltene Erkrankungen."
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(dapd)
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