Karlsruhe - Einer der mutmaßlichen Bombenleger von Dortmund und Koblenz ist gefasst. Wie die Bundesanwaltschaft am Samstag in Karlsruhe mitteilte, nahmen Fahnder des Bundeskriminalamtes am frühen Samstagmorgen auf dem Hauptbahnhof in Kiel einen der Männer fest, bei dem es sich nach ersten Erkenntnissen um einen der Verdächtigen handelt, nach dem seit dem Vortag mit Hilfe von Videoaufzeichnungen gesucht wurde.
Im Zuge der Polizeiaktion wurde der Kieler Hauptbahnhof abgesperrt, um Gefährdungen für den Publikumsverkehr auszuschließen. Der Verdächtige wird nach diesen Angaben voraussichtlich am Sonntag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe vorgeführt. Für Samstagnachmittag (16.30 Uhr) kündigte die höchste Anklagebehörde eine öffentliche Stellungnahme von Generalbundesanwältin Monika Harms zu dem Geschehen an. Weitere Erläuterungen wurden zunächst nicht gegeben. Das Kieler Innenministerium wollte sich anschließend auf einer Pressekonferenz äußern.
Laut «Bild am Sonntag» wurde der Mann bereits eingehend verhört. Nach Einschätzung der Behörden habe sich der Verdacht bestätigt, dass es sich bei den mutmaßlichen Tätern von Dortmund und Koblenz nicht um Einzeltäter, sondern um eine Gruppe mit terroristischem Hintergrund handelt.
Ein Imbissinhaber im Kieler Hauptbahnhof berichtete, dass ein ausländischer Gast gegen vier Uhr morgens unmittelbar nach Verlassen des Gastraumes von der Polizei festgenommen worden sei. Kurz vor neun Uhr wurde die Sperrung des Bahnhofs aufgehoben. Allerdings blieb ein Bahnsteig gesperrt, an dem die Polizei Spuren sicherte. Als Sichtschutz war dort ein kleines Zelt aufgestellt.
(AP)
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