Aktuelle Nachrichten – International
19.09.2007
Lima – Nach dem Einschlag eines mutmaßlichen Meteoriten im Süden von Peru sind rund 200 Bewohner des einsamen Gebiets in den Anden erkrankt. Der Leiter des Gesundheitsamtes in der Region Puno, Jorge Lopez, sagte, die Menschen klagten über Atembeschwerden, Übelkeit und Kopfschmerzen. Er machte toxische Gase aus dem Krater verantwortlich.
„Dies wurde von dem Gas verursacht, dass sie nach dem Einschlag eingeatmet haben“, sagte Lopez am Dienstag der AP. Augenzeugen berichteten nach Angaben lokaler Medien, am Samstagmorgen sei ein Feuerball vom Himmel gestürzt. Die Behörden erklärten, es habe sich um einen Meteoriten gehandelt.
Er riss ein 20 Meter breites und fünf Meter tiefes Loch in die Erde. Die Einschlagstelle liegt auf einer Hochebene in den Anden nahe der Grenze zu Bolivien. Die Meteoritenexpertin Ursula Marvin vom Smithsonian Astrophysical Observatory im US-Staat Massachusetts äußerte die Vermutung, dass eine Staubwolke mit Partikeln der Erdoberfläche die Gesundheitsprobleme verursacht haben könnte.
Das Geophysikalische Institut in Peru leitete eine Untersuchung ein und will am Donnerstag die Ergebnisse vorstellen. Ein Forscher des Instituts, Hernando Tavera, sagte, Berichte von ähnlichen Fällen habe es im Süden des Landes bereits 2002 und 2004 gegeben. Doch niemals habe sich ein Meteoriteneinschlag bestätigt.
Gesundheitsdirektor Lopez erklärte, ein Team von acht Ärzten sei auf dem Weg in das Gebiet, um die Vorfälle zu untersuchen. (AP)
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