Umwelt – NABU warnt vor Folgen des Schneefalls für Greifvögel – DAPD
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Mäusebestand gering NABU warnt vor Folgen des Schneefalls für Greifvögel

DAPD

08.01.2010

Diese Schneeeule im Tierpark muss nicht um ihre Nahrung fürchten, im Gegensatz zu ihren wilden Artgenossen. Foto: Frank Güllmeister/www.pixelio.de
Diese Schneeeule im Tierpark muss nicht um ihre Nahrung fürchten, im Gegensatz zu ihren wilden Artgenossen.

Foto: Frank Güllmeister/Pixelio

Stuttgart – Der erwartete starke Schneefall könnte nach Ansicht von Experten für viele Greifvögel und Eulen den Hungertod bedeuten. Der Naturschutzbund Deutschland forderte am Freitag in Stuttgart Landwirte auf, ihre Scheunen für die Vögel zum Jagen zu öffnen. „Bei geschlossener Schneedecke kommen die Mäusejäger draußen kaum an ihre Beute heran“, erklärte Richard Schneider vom NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen.

In diesem Jahr sei die Lage besonders dramatisch, da die Mäusebestände äußerst gering seien. Der Vogelexperte sagte: „Wenn sich die wenigen Mäuse jetzt auch noch unter dem Schnee verbergen, werden viele Schleiereulen, Waldkäuze und Mäusebussarde verhungern.“ Besonders die Schleiereule sei gefährdet. Im Gegensatz zu anderen Tieren könne sie keine nennenswerten Fettreserven anlegen und sei daher auf eine kontinuierliche Versorgung mit Beute angewiesen.

Im vergangenen Winter seien die Mäusebestände dramatisch eingebrochen. Grund war der Wechsel zwischen Tauwetter und Frost im Februar und März. Die Mäuse seien damals scharenweise ertrunken und eingegangen, sagte Schneider. (AP)

 

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