Berlin – Wer auch beim Reisen auf Nachhaltigkeit achten möchte, hat es nach Angaben der Verbraucher Initiative aus Berlin schwer: „Nicht einmal ein Prozent der in Deutschland gebuchten Reisen gelten als besonders umwelt- und sozialverträglich. Mangelnde Informationen und Transparenz des Angebotes sind wichtige Hemmnisse im nachhaltigen Reisemarkt“, berichten die Verbraucherschützer unter Berufung auf eine Untersuchung der FH Eberswalde.
Dabei gebe es durchaus Interessenten: Gerade regelmäßige Käufer von Bio-Produkten legten auf eine umweltfreundliche Unterkunft und Bewirtung Wert. Allerdings klaffe auch bei diesen bewusst konsumierenden Verbrauchern eine Lücke zwischen Wissen und Handeln: „So reisen bewusst Konsumierende häufiger in ferngelegene Urlaubsorte; 54 Prozent nutzen dafür das Flugzeug.“ Auf der anderen Seite gelte aber auch: Je bewusster das tägliche Einkaufsverhalten, desto größer die Bereitschaft, mehr für Umweltschutz und soziale Verträglichkeit am Urlaubsort zu zahlen.
Eine Zusammenfassung der Studie kann auf den Internetseiten der Verbraucher Initiative unter verbraucher.org heruntergeladen werden.
(AP)
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