Aktuelle Nachrichten – Universum
14.08.2007
Cape Canaveral – Die NASA hat am Dienstag Vorbereitungen für eine mögliche Reparatur am Hitzeschild der US-Raumfähre „Endeavour“ im All getroffen. Die Raumfahrtbehörde stellte ein Expertenteam von Ingenieuren, Technikern und Astronauten zusammen, das die Astronauten von der Erde aus anleiten könnte. Die Entscheidung, ob das rund neun mal fünf Zentimeter große Loch in der Außenhaut der Raumfähre im Weltraum ausgebessert werde, solle am morgigen Mittwoch fallen, erklärte die NASA.
Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre entstehen Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius an der Außenhaut der Raumfähre. Zwar gefährde das Loch die Sicherheit der Astronauten nicht, erklärte die NASA. Eine Reparatur werde aber trotzdem erwogen, da sich der Schaden bei der Rückkehr zur Erde vergrößern würde und dann nur kostspielig und zeitaufwendig zu beheben wäre. Das Team von Fachleuten würde die Reparaturarbeiten auf der Erde parallel ausführen, um den Astronauten per Funk zu assistieren.
„Für welche Reparaturmethode uns wir auch in den nächsten Tagen entscheiden, ich denke, wir können sie durchführen, wenn es nötig ist“, erklärte der Leiter der „Endeavour“-Mission, John Shannon. Die Astronauten müssten bei einem Außenbordeinsatz mit Hilfe des 30 Meter langen Roboterarms der Raumfähre versuchen, die beschädigte Stelle in der Schwerelosigkeit mit spezieller schwarzer Schutzfarbe zu streichen. Danach müsste ein Fugenabdichter eingespritzt werden.
In der Nacht zum Dienstag verbrachten zwei Astronauten bereits sechseinhalb Stunden lang im All, um ein defektes Steuerungsgerät der Internationalen Raumstation (ISS) zu ersetzen. Dave Williams und Rick Mastracchio tauschten eines von vier Gyroskopen aus. Die Kreiselinstrumente dienen dazu, die Lage der Raumstation im All zu steuern.
Es war der zweite Außenbordeinsatz seit dem Andocken der „Endeavour“ am Freitag. Ein dritter Einsatz ist für Mittwoch, ein vierter für Freitag geplant. Am Dienstag sollte auch die zur Astronautin umgeschulte Grundschullehrerin Barbara Morgan erstmals aus dem All unterrichten. Sie sollte Fragen von Schülern aus dem US-Staat Idaho beantworten. Die NASA erhofft sich von ihrem Einsatz, mehr Jugendliche für Forschung und Technik zu begeistern. (AP)
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